Margaret Gilpin Reid (geboren 27. Januar 1896 in Cardale, Manitoba; gestorben 25. Oktober 1991) war eine kanadische Wirtschaftswissenschaftlerin, die sich mit den Themen Haushaltsproduktion, Hausarbeit und nichtmarktbezogene Tätigkeiten in der Volkswirtschaft befasste.
Leben Reid schloss 1921 ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Haushaltsproduktion an der University of Manitoba ab. 1931 promovierte sie an der University of Chicago mit einer Dissertation zum Thema The Economics of Household Production.
Sie war Dozentin am Connecticut College und am Iowa State College (1930–1943). Sie wurde Professorin für Volkswirtschaftslehre an der University of Illinois (1948–51) und an der University of Chicago (1951–1961). 1961 wurde sie emeritiert.
Reid war 1943 und 1944 als Wirtschaftsberaterin für die Division of Statistical Standards im Office of Management and Budget tätig. Sie war Leiterin des Bereichs Familienökonomie im Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten. Außerdem war sie Mitglied der Association of Public and Land-grant Universities.
Werk Reid war eine Pionierin in der Erforschung der Bedeutung nichtmarktbezogener Tätigkeiten für die Volkswirtschaft. Ihre Arbeit befasste sich unter anderem mit der Produktion und dem Konsum der Haushalte sowie mit den Zusammenhängen zwischen Gesundheit, Einkommen, Produktivität und Hausarbeit.
Ihr erstes Buch Economics of Household Production erschien 1934. Reid versuchte den produktiven Beitrag häuslicher Tätigkeiten innerhalb des Haushalts theoretisch zu erfassen. Sie plädierte für eine volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, die auch nichtmarktbezogene Tätigkeiten einbezieht. Darüber hinaus forderte sie die Anerkennung unbezahlter Arbeit und lieferte eine pragmatische Definition von Arbeit selbst als Tätigkeiten, die einen positiven Nutzen haben und über einen Markt übertragen werden können.
Auch nach ihrer Emeritierung forschte und veröffentlichte sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1991 weiter. In ihren späteren Jahren beschäftigte sie sich vor allem mit dem Zusammenhang zwischen demografischen Faktoren wie Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Gesundheit und Einkommen einerseits sowie Produktivität und Konsum andererseits.
Auszeichnungen 1979: Distinguished Fellow der American Economic Association als erste Frau 1996: Eine ganze Ausgabe der Zeitschrift Feminist Economics wurde ihr gewidmet.
Einzelnachweise
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