Rietzer Bucht war eine Kolonie auf der Feldmark des Gutes Rietz.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 368)

Geschichte Rietzer Bucht entstand vor 1825 als zeilenförmige Siedlung, wie aus den Karten des Urmesstischblatts 2174 Niemegk von 1841/1842 hervorgeht. Die Kolonie gehörte zum Gutsbezirk Rietz.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Kolonie weiter. 1841/1842 erscheint sie kartografisch als Bucht Rietz (Urmesstischblatt 2174 Niemegk). 1858 bestand die Kolonie aus 16 Wohn- und 18 Wirtschaftsgebäuden. Für 1895 sind 16 Wohnhäuser überliefert. Die Namensform Rietzer Bucht ist seit 1897 belegt und bezeichnet einen Abbau des Gutes Rietz. Gerichtlich gehörte der Ort bis 1849 zum Patrimonialgericht des ursprünglich amtssässigen, später schriftsässigen Rittergutes Rietz, danach bis 1878 zum Gerichtskommissariat Treuenbrietzen und von 1879 bis 1952 zum Amtsgericht Treuenbrietzen. Kirchlich war die Kolonie nach Rietz eingepfarrt.

1928 wurde der Gutsbezirk Rietz aufgehoben und nach Rietz eingemeindet. 1931 wurde Rietzer Bucht als Wohnplatz von Rietz geführt und behielt diesen Status auch in den folgenden Jahrzehnten. 1957, 1964 und 1973 wird Rietzer Bucht als Ortsteil von Rietz genannt.

Für die Bevölkerungsentwicklung sind einzelne Zahlen überliefert: 1858 lebten 85 Einwohner in der Kolonie, 1871 waren es 94 und 1885 insgesamt 97 Einwohner. 1895 sank die Zahl auf 64, stieg 1905 wieder auf 81 und lag 1925 ebenfalls bei 81 Einwohnern.

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1841 Kategorie:Geographie (Treuenbrietzen)