mini|Lage von Kintore in Aberdeenshire Kintore ist ein Civil Parish in der schottischen Council Area Aberdeenshire.Parish of Kintore im Gazetteer for Scotland
Geschichte Der Name des Parishs leitet sich aus dem Gälischen ab. Am wahrscheinlichsten erscheint die Abteilung von ceann torr, das wörtlich „Kopf des Haufens“ bedeutet. Torr wird jedoch auch zur Bezeichnung kegelförmiger Hügel genutzt, die wie aufgeschüttete Haufen wirken. Somit wären „Ende des Hügels“ beziehungsweise „Auf der Kuppe“ mögliche Übersetzungen, die sich auf die Lage von Kintore Castle beziehen könnten.The New Statistical Account of Scotland, Band 12, William Blackwood &Sons, Edinburgh, 1845, S. 655–666. (Digitalisat)Kintore in: James Brown Johnston: Place-names of Scotland, D. Douglas, Edinburgh 1892, S. 154. (Digitalisat) Kintore Castle, das vermutlich älteste und prominenteste Bauwerk Kintores, besaß eine Motte, sodass es auf einem aufgeschütteten Hügel saß. Zu den historischen Schreibweisen zählen Kyntor und Kintor.Kintore in: James MacDonald: Place names of West Aberdeenshire, Aberdeen 1900, S. 229. (Digitalisat) Die alte Pfarrkirche Kintores entstand vermutlich um 1528. Die heutige Kintore Parish Church, ein neogotisches Bauwerk von Archibald Simpson, wurde 1819 am selben Standort errichtet.
mini|Steine des Broomend of Crichie Im Parish Kintore finden sich zahlreiche prähistorische Stätten. Die bronzezeitliche Anlage Broomend of Crichie umfasst einen Henge mit piktischem Symbolstein. Ein weiterer Symbolstein befindet sich auf dem Kirchhof von Kintore. Die Steinkreise Tuach Hill und South Leylodge werden ebenso auf die Stein- oder Bronzezeit datiert wie der Menhir am Ferneybrae Croft. Bruce’s Camp ist ein eisenzeitliches Hillfort, das seinen heutigen Namen aus der Überlieferung erhielt, dass Robert the Bruce dort vor einer Schlacht mit seinen Truppen lagerte. Überlieferungen zufolge ließ Robert the Bruce Hallforest Castle errichten. Vermutlich entstand das frühe Tower House jedoch erst 1361 und wurde mit der Fertigstellung des Herrenhauses Keith Hall durch den Earl of Kintore aufgelassen.
Einwohnerzahlen Jahr 1801 1811 1821 1831 1841 1851 1861 1871 1881 1891 1901 1911 1921 1931 1951 1961 1971 2022 EinwohnerScotland Census 1911, S. 167–180. (Digitalisat)Scotland Census 2022Kintore Parish : Total Population, visionofbritain.org.uk 846 863 1057 1184 1299 1342 1895 2158 2327 2409 2553 2429 2281 2201 2379 2239 2772 6360 Ew. Burgh KintoreScotland Census 1911, S. 167–180. (Digitalisat)Kintore Burgh (Burgh) : Total Population, visionofbritain.org.uk 312 402 465 476 568 734 661 686 789 818 741 755 870 751 835 MännerKintore Parish : Males & Females, visionofbritain.org.uk 387 394 505 573 621 685 1031 1148 1171 1263 1182 1082 1056 1152 Frauen 459 469 552 611 678 657 1127 1179 1238 1290 1247 1199 1145 1227
Von den 2429 im Jahre 1911 verzeichneten Personen waren 1182 männlichen und 1249 weiblichen Geschlechts. Sie teilten sich auf 548 Familien auf. Von den 586 verzeichneten Häusern waren 548 bewohnt. Als Burgh war Kintore selbstverwaltet und administrativ nicht Teil des Civil Parish.
mini|Panorama von Osten über das zentrale Kintore Lage und Beschreibung Der Parish Kintore liegt im Osten der Council Area beziehungsweise der traditionellen Grafschaft Aberdeenshire. Kintore liegt in der Ebene zwischen den östlichen Cairngorms und der Nordsee. Der Don, welcher die Nord- und Nordostgrenze markiert, ist das wesentliche Gewässer des Parishs. Die Flussinsel Balbithan Island im Don gehört ebenfalls vollständig zu Kintore. Über signifikante Seeflächen verfügt Kintore nicht.Karte der Ordnance Survey
Im Westen steht im Wesentlichen Granit an, der auch kommerziell abgebaut wurde. Die Schwemmebene des Deveron umfasst lehmige Böden, während anderenorts helle, sandige Böden von geringer Mächtigkeit vorliegen. Auch moorige Böden sind anzutreffen. Der 174 Meter hohe Shaw Hill mit Bruce’s Camp im Nordwesten von Kintore markiert den höchsten Punkt des verhältnismäßig flachen Parishs. Der namensgebende Ort Kintore ist die größte Ortschaft des Parishs. Des Weiteren liegt an der Nordwestgrenze Port Elphinstone der Kleinstadt Inverurie gegenüber, während der Weiler Muir of Kinellar im Südosten gelegen ist.Kintore in: Francis H. Groome (Hrsg.): Ordnance Gazetteer of Scotland: A Survey of Scottish Topography, Statistical, Biographical and Historical, Grange Publishing Works, Edinburgh, 1882–1885.
Es umgeben die Parishes Fintray, Inverurie, Keithhall and Kinkell, Kemnay, Kinellar und Skene. Der Parish umfasst eine Fläche von 37,1 Quadratkilometern. Die von Aberdeen nach Inverness führende A96 passiert Kintore und bildet die Hauptverkehrsstraße des Parishs. Kintore ist über einen Bahnhof entlang der Bahnstrecke Aberdeen–Inverness erschlossen.Great North of Scotland Railway, railscot.co.uk
Einzelnachweise
Weblinks
Records for Kintore, scotlandspeople.gov.uk
Kategorie:Civil Parish in Aberdeenshire