Karl Maximilian Friedrich Wamsler (* 7. Mai 1928 in München; † 18. Juni 2016 in Pöcking) war ein deutscher Chemiker und Industriemanager sowie Mäzen.

Leben Karl Wamsler wurde als Sohn des Unternehmers Karl Wamsler (1893–1942) und dessen Ehefrau Karoline Ostenrieder geboren. Nach dem Abitur am Luitpold-Gymnasium München im Jahre 1949 absolvierte er ein Studium der Betriebswirtschaftslehre und Chemie an der University of Illinois Chicago und der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er 1956 mit der Dissertation Über Reaktionen, Darstellung und Eigenschaften der Carbodiimide und monosubstituierter Cyanamide zum Dr. rer. nat. promovierte. Anschließend war er bis 1959 für den Ölkonzern Shell in England, den Niederlanden und in Hamburg tätig. 1962 wechselte er zur Süd-Chemie nach München und wurde 1963 Vorstandsmitglied für den Bereich Technik. Sechs Jahre später übernahm er die Leitung des Finanz- und Personalwesens und des Vertriebs. Zu Beginn der 1970er Jahre war er maßgeblich an der Entwicklung des mittelständischen Unternehmens zu einem weltweit agierenden Konzern mit Milliarden-Umsätzen und etwa 4500 Mitarbeitern beteiligt. 1984 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden berufen und wechselte acht Jahre später in den Aufsichtsrat, dessen Vorsitzender er bis 2003 war.

Familie Karls gleichnamiger Vater war gemeinsam mit dessen Bruder Fritz Teilhaber des Unternehmens Wamsler. Beide gehörten zu den Gründungsmitgliedern des FC Bayern München und wurden zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernanntKurt-Landauer-Stiftung:Wiederentdeckung des ersten Fußballplatzes des FC Bayern Bayern München Digitalisat, ebenso wie Großvater Friedrich Wamsler (1852–1913), der erster Mäzen des Fußballclubs war.

1957 heiratete Karl in London Honoré Thorne (1934–2004). Aus der Ehe sind fünf Töchter hervorgegangen.

Sonstiges 1993 rief er die Karl Wamsler-Stiftung zur Förderung des internationalen Studentenaustausches ins Leben. Die Technische Universität München und die Firma Clariant vergeben seit 2107 den Karl-Wamsler-Innovation-Award, der mit 50.000 Euro dotiert ist, zur Förderung von hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Katalyse, einschließlich der Biokatalyse sowie der weißen Biotechnologie.Technische Universität München:Dr. Karl Wamsler Innovation Award Digitalisat

Öffentliche Ämter 1964 Vorsitzender des Stiftungsrats der Marianne-Strauß-Stiftung.Marianne-Strauß-Stiftung: Trauer um Dr. Karl Wamsler Digitalisat 1968 Vorstandsmitglied der Bayerischen Chemieverbände.Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1304. 1973 Präsidium des Verbands der Chemischen Industrie 1986 Schatzmeister und Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie

Ehrungen und Auszeichnungen 1979 Bayerischer Verdienstorden 1984 Bundesverdienstkreuz I. Klasse 1988 Großes Bundesverdienstkreuz 1990 Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft 2013 Ehrenbürger von Pöcking 2015 Ehrensenator der Technischen Universität München

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Absolvent der Ludwig-Maximilians-Universität München Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Manager (Deutschland) Kategorie:Manager (Chemische Industrie) Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes (Großkreuz) Kategorie:Ehrensenator der Technischen Universität München Kategorie:Ehrenbürger in Bayern Kategorie:Mäzen Kategorie:Aufsichtsratsvorsitzender (Deutschland) Kategorie:Bayer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1928 Kategorie:Gestorben 2016 Kategorie:Mann