mini|hochkant|William C. Mott William Chamberlain Mott (* 7. September 1911 in Maplewood, New Jersey; † 1. November 1997 in Bethesda, Maryland) war ein Konteradmiral der United States Navy. Er war unter anderem als Judge Advocate General of the Navy (JAG) oberster Militärjurist der Kriegsmarine der Vereinigten Staaten.

Leben William Mott war ein Sohn von Raymond L. Mott (1877–1948) und dessen Frau Helen Estel Chamberlain (1883–1966). Im Jahr 1933 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Konteradmiral. Allerdings gehörte er bis zum Jahr 1940 nur deren Reserve an. Zwischen 1936 und 1940 war er als Patent examiner im Patentamt in Washington, D.C. tätig. Zwischenzeitlich studierte er an der George Washington University Jura.

Im Jahr 1940 wurde er zum aktiven Dienst in der US Navy einberufen. Dort war er für einige Zeit im Stab des Marinegeheimdienstes (ONI) tätig. Dann wurde er Mitglied im erweiterten Marineberaterstab von Präsident Franklin D. Roosevelt. Ab 1943 wurde er während des Zweiten Weltkriegs im Pazifik eingesetzt. Dort gehörte er den amphibischen Streitkräften der Marine an (Amphibious Forces Pacific). Dabei war er in mehrere Gefechte mit den Japanern verwickelt. Dazu gehörten die Operationen um Iwojima und die Schlacht um Okinawa.

Von 1946 bis 1948 war Mott Verbindungsoffizier der Marine zur UNO und zum Außenministerium (liaison, United Nations and Department of State). Dabei nahm er auch an einigen internationalen Konferenzen wie z. B. einer Rotkreuzkonferenz in Stockholm teil, bei denen es unter anderem um die Behandlung von Kriegsgefangenen ging. Anschließend war er bis 1950 juristischer Berater des United States Pacific Command (legal adviser commander in chief, Pacific Area Command), dessen Hauptquartier sich in Pearl Harbor auf Oʻahu befand.

Zwischen 1950 und 1953 leitete William Mott die School of Naval Justice. Danach gehörte er bis 1958 dem Stab der Joint Chiefs of Staff in Washington, D.C. an. Anschließend wurde er zum Hauptquartier des Judge Advocates Corps der Marine versetzt, wo er bis zum Jahr 1960 als dessen stellvertretender Leiter tätig war (deputy judge advisory general). Am 1. August 1960 übernahm er als Nachfolger von Chester C. Ward das Kommando über die oberste Justizbehörde der Marine (JAG). Dieses Amt bekleidete er bis zum Jahr 1964, als er von Wilfred A. Hearn abgelöst wurde. In diese Zeit fiel im Oktober 1962 die Kubakrise. Dabei empfahl er Präsident John F. Kennedy, auf eine direkte militärische Konfrontation zu verzichten, was dieser dann, auch auf Rat anderer Berater, tat. Im Jahr 1964 schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.

Nach seiner Pensionierung wurde er Vorstandsmitglied (Executive vice president) der United States Indiana Telephone Association. Diese Aufgabe erfüllte er zwischen 1964 und 1977. Außerdem gehörte er einigen juristischen und militärischen Vereinigungen an. William Mott starb am 1. November 1997 und wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen William Mott wurde für seine Leistungen unter anderem mit dem Orden Legion of Merit ausgezeichnet.

Weblinks

Mott beim US Naval Institute (zuletzt abgerufen am 4. Juli 2026) Nachruf in der Washington Post (zuletzt abgerufen am 4. Juli 2026)

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