mini|Lage von Kincardine O’Neil in Aberdeenshire Kincardine O’Neil ist ein Civil Parish in der schottischen Council Area Aberdeenshire.Parish of Kincardine O’Neil im Gazetteer for Scotland

Geschichte Die Herleitung des Namens Kincardine O’Neil ist nicht eindeutig geklärt. Historische Erwähnungen umfassen die Schreibweisen terre nostre de onele (1250), Kincardynonele (1250), Kincardyn (1275), Kinkarnoneill (1645), Kincairne of Neill (vor 1657). Die Endung „O’Neil“ scheint irischen Ursprungs. So existiert eine Adelsfamilie dieses Namens. Auch ist es in Irland nicht unüblich einen Fluss nach den an seinen Ufern lebenden Grundbesitzern zu benennen. So durchfließt der kleine Bach Neil Burn den namensgebenden Hauptort. Ob es sich jedoch überhaupt um eine Ableitung von einem irischen Familiennamen, bei dem es sich vermutlich um einen Lehnnamen handeln würde, handelt, ist ungeklärt. Auch ob es sich im vorliegenden Fall bei „O’“ um eine Verkürzung von „of“ handelt, ist nicht gesichert. Kincardine könnte sich von gälisch cinn gàirdein „Kopf/Ende des Arms“ (=„Eingang/Zufluss“) ableiten. Jedoch ist auch die aus dem gälischen abgeleitete Bedeutung „Kopf/Ende des Hügels“ sowie die Ableitung von dem walisischen cardden („(Dornen)gebüsch“) genannt.Kincadine in: James Brown Johnston: Place-names of Scotland, D. Douglas, Edinburgh 1892, S. 152. (Digitalisat)Kincadine O’Neil in: James MacDonald: Place names of West Aberdeenshire, Aberdeen 1900, S. 226. (Digitalisat)The New Statistical Account of Scotland, Band 12, William Blackwood &Sons, Edinburgh, 1845, S. 831–839. (Digitalisat)

Auf einem Hügel im Nordosten des Parishs befindet sich der Craigmyle Stone, ein piktischer Symbolstein, der erst im 19. Jahrhundert erstmals dokumentiert wurde. Das Herrenhaus Learney House wurde 1747 errichtet und nach einem Brand 1838 nach einem Entwurf John Smiths neu aufgebaut. Das im Scottish-Baronial-Stil ausgestaltete Herrenhaus Dess House wurde 1851 erbaut. Das 1897 errichtete Kincardine House ist ebenfalls im Scottish-Baronial-Stil ausgestaltet. Tillydrine House stammt aus dem späteren 19. Jahrhundert.

mini|Kincardine O’Neil Parish Church Die mittelalterliche Kincardine O’Neil Old Church wurde vermutlich vor 1231 errichtet. Die heutige Kincardine O’Neil Parish Church stammt aus dem Jahre 1862.

Einwohnerzahlen Jahr 1801 1811 1821 1831 1841 1851 1861 1871 1881 1891 1901 1911 1921 1931 1951 1961 1971 2022 EinwohnerScotland Census 1911, S. 167–180. (Digitalisat)Scotland Census 2022Kincardine Oneil Parish : Total Population, visionofbritain.org.uk 1710 1645 1793 1936 1857 2098 2186 2000 1931 1830 2005 1910 2041 1847 1744 1531 1376 2438 MännerKincardine Oneil Parish : Males & Females, visionofbritain.org.uk 818 761 840 893 895 1058 979 989 905 1037 974 963 885 830 Frauen 892 884 953 1043 962 1040 1021 942 925 968 936 1078 962 914

Von den 1910 im Jahre 1911 verzeichneten Personen waren 974 männlichen und 936 weiblichen Geschlechts. Sie teilten sich auf 427 Familien auf. Von den 496 verzeichneten Häusern waren 411 bewohnt.

mini|Panorama über das zentrale Kincardine O’Neil

Lage und Beschreibung Der Parish Kincardine O’Neil liegt im Zentrum der Council Area Aberdeenshire. Bezogen auf die traditionelle Grafschaft Aberdeenshire handelte es sich um einen Grenzparish zur benachbarten Grafschaft Kincardineshire. Der vorwiegend hügelige Parish liegt in den östlichen Ausläufern der Cairngorms. Der 494 Meter hohe Benaquhallie auf der Nordwestgrenze markiert den höchsten Punkt Kincardine O’Neils. An der Südostgrenze steigt das Land an der Westflanke des Hill of Fare bis auf 471 Meter an. Der Dee, der über eine weite Strecke die Südgrenze des Parishs sowie die historische Grenze zu Kincardineshire markiert, ist das wesentliche Gewässer Kincardine O’Neils. Der Beltie Burn bildet einen Teil der Nordwestgrenze und durchfließt den Parish. Über signifikante Seeflächen verfügt Kincardine O’Neil nicht.Karte der Ordnance Survey

Es stehen Granit, Sandstein und Eruptivgestein an. Es liegen sowohl fruchtbare Böden in der Schwemmebene des Dee wie auch unfruchtbare moorige Böden vor. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden rund 240 Hektar urbar gemacht.Kincardine O’Neil in: Francis H. Groome (Hrsg.): Ordnance Gazetteer of Scotland: A Survey of Scottish Topography, Statistical, Biographical and Historical, Grange Publishing Works, Edinburgh, 1882–1885. Die wesentlichen Siedlungen liegen im Süden und Zentrum des Parishs, darunter das namensgebende Kincardine O’Neil und Bridge of Canny am Dee sowie Torphins im Zentrum.

Es umgeben die Parishes Aboyne and Glen Tanar, Banchory-Ternan, Birse, Cluny, Lumphanan, Midmar und Tough. Der Parish umfasst eine Fläche von 73,8 Quadratkilometern. Die von Perth nach Aberdeen führende A93 verläuft durch das Dee-Tal und bildet die Hauptverkehrsstraße von Kincardine O’Neil. Die in Banchory beginnende A980 verläuft hingegen durch Torphins und über Lumphanan nach Alford. Torphins besaß einen Bahnhof an der Deeside Line. Die Bahnstrecke wurde jedoch in den 1960er Jahren aufgelassen.Deeside Extension Railway, railscot.co.uk

Einzelnachweise

Weblinks

Records for Kincardine O’Neil, scotlandspeople.gov.uk

Kategorie:Civil Parish in Aberdeenshire