Herbert Schügerl (* 18. April 1948 in Neudörfl) ist ein österreichischer Künstler.

Leben Herbert Schügerl wurde am 18. April 1948 in dem burgenländischen Ort Neudörfl geboren.Gottfried Pröll: Künstler im Burgenland: Herbert Schügerl In: Burgenländische Gemeinschaft Nr. 12, Dezember 1978, S. 11. Er besuchte das Bischöfliche Seminar Mattersburg sowie das Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Mattersburg, wo er 1967 die Matura ablegte.Johann Werfring: Das Bischöfliche Seminar Mattersburg 1954–1998. Herausgegeben vom Diözesanarchiv Eisenstadt, St. Martins-Verlag, Eisenstadt 2026, ISBN 978-3-900120-15-3, S. 103. Ab 1968 studierte er Philosophie an der Universität Wien und absolvierte zugleich die Akademie der bildenden Künste Wien, namentlich die Meisterklasse für graphische Künste bei Prof. Maximilian Melcher. Im Jahr 1974 schloss er sein Kunststudium mit dem Diplom eines akademischen Grafikers ab. Bereits im Jahr darauf machte er mit einer Ausstellung in der Galerie Biren in Paris Furore.H. Schügerl in Paris. In: BF – Die Zeitung für das Burgenland, 16. April 1975, S. 40. In weiterer Folge lebte er in Kemeten im südlichen Burgenland. Über sein künstlerisches Schaffen hinaus unterrichtete er nun auch als Kunsterzieher in Oberschützen. Ab 1990 war er Direktor der Keramikfachschule Stoob.Christoph Bagdy: Bilder und Wein. In: Kleine Zeitung, 13. Oktober 2002, S. 30.Schügerl-Arbeiten in Paris. In: BF – Die Zeitung für das Burgenland, 19. Oktober 1994, S. 13.

Schon früh stellte Schügerl die auch später für sein Werk prägende Vielseitigkeit unter Beweis. Galt er zunächst als Druckgrafiker von seltener Ausschließlichkeit, so vollzog er in seinem Werk sukzessive eine Wandlung vom eher malerischen Grafiker zum grafischen Maler. Zunehmend waren seine technisch ausgefeilten Radierungen und Lithografien von kräftigen, dennoch temperierten, allzu grelle Farben meidenden Artefakten geprägt. Die vielfach der Pop Art nachempfundenen Kompositionen setzten in dieser Phase vorwiegend humorige, bisweilen auch satirische Bilder um und drückten sich auch in unbeschwerten, farbartistischen Aquarellen und Arbeiten auf dem Gebiet der objektnahen Plastik aus.

Schügerl präsentiert seine Ausstellungen unter prägnanten Titeln wie „Von der Freiheit des Tagträumens“, „Satirisch groteske Weltsichten“ oder „Heilige, Ketzer und Pharisäer“. In einer Anzahl seiner Arbeiten geht es um den schleichenden Verlust von Individualität.Herbert Schügerl. In: Unser Dom. Informationsblatt der Dompfarre Eisenstadt Nr. 4, Dezember 2023, S. 9. Über Wien und das Burgenland hinaus gab es Ausstellungen Schügerls unter anderem in Paris, Madrid, London, Valencia, Montevideo, Barcelona und New York.Herbert Schügerl In: kulturgericht.at, abgerufen am 1. Juli 2026. Im Burgenland schuf er eine Reihe von Kunstwerken im öffentlichen Raum.

Seit 1973 ist Herbert Schügerl Mitglied der Künstlergruppe Burgenland.Zur Geschichte der „Künstlergruppe Burgenland“ In: kuenstlergruppeburgenland.at, abgerufen am 1. Juli 2026. Werke des Künstlers befinden sich unter anderem im Besitz der Albertina, des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, des ORF, der Burgenländischen Landesregierung, des Kulturamtes der Stadt Graz und des Kupferstichkabinetts der Akademie der bildenden Künste Wien.Herbert Schügerl In: 1blick.org, abgerufen am 1. Juli 2026.

Kunst im öffentlichen Raum miniatur|Altarbild von Herbert Schügerl in der Pfarrkirche Neudörfl an der Leitha 1981: Altarbild, Pfarrkirche Kemeten 1985: Dorfbrunnen und Wappen, KemetenKemeten In: citiesapps.com, abgerufen am 1. Juli 2026. 1986: Glasfenster, Christophorus-Haus Oberschützen 1991: Glasfenster, Pfarrkirche NeutalNeutal: Die alte röm. kath. Kirche und dahinter der Neubau In: burgenland100.com, abgerufen am 1. Juli 2026 1993: Kreuzweg, Pfarrkirche Neutal 1994: Glasfenster, Leichenhalle Kemeten 1995: Brunnengestaltung, Therme Lutzmannsburg 1996: Altarraumgestaltung, Pfarrkirche Neutal 1996: Informationstafel Naturschutzgebiet, Wolfau 1997: Das Gleichnis vom Sämann (Keramikkunstwerk am freistehenden Glockenturm der Evangelischen Filialkirche Riedlingsdorf) 1998: Altarbild, Pfarrkirche Neudörfl an der Leitha

Ausstellungen (Auswahl) 1971: Galerie Quellenhof, Bad Tatzmannsdorf 1972: Art Club, Bad Hofgastein 1972: ZB-Galerie, Wien 1973: Galerie Kalksburg, Wien 1973: Rathaus, Neudörfl 1974: Ganggalerie Graz 1974: Theseustempel, Wien 1975: Galerie Biren, Paris 1975: Galerie Quellenhof, Bad Tatzmannsdorf 1976: Künstlerhausgalerie, Wien 1977: Galerie Rosenau, Zollikofen 1978: Galerie im Schloß Eszterházy, Eisenstadt 1979: Galerie Basilisk, Wien 1980: Galerie Auf der Stubenbastei, Wien 1980: Galerie Brechbühl, Grenchen 1980: Galerie Fisher, London 1981: Galerie Bartenstein, Wien 1982: Woodstock Gallery, London 1983: Österreichisches Kulturinstitut Warschau 1983: KUZ Oberschützen 1984: Galerie Freund, Klagenfurt 1984: Joanneum, Graz 1985: Galerie La Motte, Genf 1986: Theseustempel, Wien 1987: Neue Galerie, Lienz 1987: Galerie Mozartstraße, Köln 1987: Galerie Lösekrug, Berlin 1987: Schloss Eszterházy, Eisenstadt 1988 Galerie Niepel, Düsseldorf 1988: Galerie Pannonia, Wien 1989: Galerie Galos, Eisenstadt 1990: KUZ Oberschützen 1991: KUZ Güssing 1991: KUZ Mattersburg 1992: OHO, Oberwart 1993: KUGA, Großwarasdorf 1994: Galerie Guénégaud, Paris 1996: Galerie Seghaier, Wien 1996: Cselley-Mühle, Oslip 1997: Kleine Galerie, Oberwart 1998: KUGA, Großwarasdorf 1998: Galerie Varron, Salamanca 1998: Galerie Yves Fay, Paris 1999: BEWAG-Galerie, Eisenstadt 1999: Galerie Canals, Sant Cugat del Vallès, Barcelona 1999: Atelier Museu Joao Fragoso, Caldas da Rainha 1999: Galerie Câmara Municipal, Abrantes 1999: Galerie im Rathaus, Oberpullendorf 1999: Galerie Blue-Pink, Innsbruck 1999: Galerie Yves Fay, Paris 2000: Galerie Canals, Artexpo 2000, Barcelona 2000: Galerie Maria Villalba, Barcelona 2000: Galerie Anagma, Valencia 2001: Galerie Stricker, Bad Sauerbrunn 2001: Galerie Dionís Bennassar, Madrid 2001: Galerie im Haus der Begegnung, Eisenstadt 2002: Aula de exposiciones Garci-Grande, Salamanca 2002: Palacio del Almirante, Medina del Campo 2002: Galerie Anagma, Valencia 2002: Art-Box, Mattersburg 2002: Caja Duero, Béjar 2002: Aula de la Cultura, Gernika 2013: Kulturzentrum Güssing: Satirisch-groteske Weltsichten 2014: Kulturzentrum Oberschützen: Von der Freiheit des Tagträumens 2016: Concentrum, Stadtschlaining: Heilige, Ketzer und Pharisäer

Publikationen und Ausstellungskataloge (Auswahl) Experimentelle Lithographie und ihre pädagogische Verwendung. Akademie der bildenden Künste Wien, Univ.-Hausarbeit, Wien 1973. Herbert Schügerl – Farbgraphik. Ausstellungskatalog, hrsg. von Alfred Sammer, Akademie der bildenden Künste Wien, Wien 1974. H. Schügerl. Katalog zur Ausstellung vom 27. April 1976 bis 16. Mai 1976, Künstlerhaus-Galerie. Künstlerhaus, Gesellschaft Bildender Künstler Wiens, Wien 1976. Herbert Schügerl. 15. 9.–15. 10. 1978. Landesgalerie im Schloß Esterházy, Amt der Burgenländischen Landesregierung, Eisenstadt 1978. Blutdruckbuch. Mit Texten von Josef Dirnbeck. Edition Hesebri, Kemeten 1982. Herbert Schügerl – Malerei. Ausstellungskatalog, hrsg. von Alfred Sammer, Akademie der bildenden Künste Wien, Wien 1986. Herbert Schügerl. Burgenländische Landesgalerie im Schloss Esterházy, Eisenstadt, 1. Dezember 1987 bis 31. Jänner 1988, hrsg. vom Amt der Burgenländischen Landesregierung, Landesgalerie Eisenstadt, Eisenstadt 1987. Skurrile Banalitäten. 99 Radierungen, Edition Hesebri, Kemeten 1994.

Weblinks Herbert Schügerl im Österreichischen Verbundkatalog Herbert Schügerl im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Herbert Schügerl In: 1blick.org, abgerufen am 1. Juli 2026.

Einzelnachweise

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