mini|Lage von Kildrummy in Aberdeenshire Kildrummy ist ein Civil Parish in der schottischen Council Area Aberdeenshire.Parish of Kildrummy im Gazetteer for Scotland
Geschichte Für den Namen des Parishs existieren verschiedene Herleitungen aus dem Gälischen. Die Ableitung aus dem Ausdruck coil druim/droma führt zu der Bedeutung „Bewaldeter Bergrücken/Höhenzug“.Kildrummy in: James Brown Johnston: Place-names of Scotland, D. Douglas, Edinburgh 1892, S. 147. (Digitalisat) Die Ableitung aus ceann druimin liefert hingegen die Bedeutung „Kopf/Ende des kleinen Höhenzugs“.Kildrummie in: James MacDonald: Place names of West Aberdeenshire, Aberdeen 1900, S. 225. (Digitalisat) Auch die Bedeutung „Kleiner Begräbnishügel“ wird genannt.The New Statistical Account of Scotland, Band 12, William Blackwood &Sons, Edinburgh, 1845, S. 976–978. (Digitalisat) Zu den historisch genutzten Schreibweisen zählen: Kyndrummy (1275), Kyndromyn (1305), Kildromy (1334), Kyndrymmie (1359), Kyndrummy (1366), Kindromy (1404) und Kyndrome (1409).
mini|Ruine von Wardhouse Ein bronzezeitlicher Menhir nahe Lumsden trägt den Namen Lulach’s Stone. Überlieferungen zufolge soll der schottische König Lulach dort ermordet worden sein. Ebenfalls in Aberdeenshire existiert jedoch mit Luath’s Stone in Tough ein weiterer Menhir mit derselben Überlieferung.Tough in: Francis H. Groome (Hrsg.): Ordnance Gazetteer of Scotland: A Survey of Scottish Topography, Statistical, Biographical and Historical, Grange Publishing Works, Edinburgh, 1882–1885. Westlich von Lulach’s Stone befinden sich die Souterrains an den Muirs of Kildrummy. Die Geschichte des Parishs ist eng mit der ehemaligen königlichen Burg Kildrummy Castle verbunden. Die im 13. Jahrhundert errichtete Burg wurde mehrfach belagert und 1306 von Eduard I. eingenommen. Später ging sie an die Earls of Mar über, die von dort aus die Regionen Mar und Garioch kontrollierten. Im 18. Jahrhundert wurde das Gut an die Gordons von Wardhouse veräußert.
Die St Bride’s Chapel wurde vermutlich bereits im 13. Jahrhundert als Pfarrkirche installiert. Ihr Mauerwerk wurde 1805 teilweise abgetragen und zum Bau der neuen Kildrummy Parish Church verwendet. Das Herrenhaus Clova House wurde 1760 errichtet. 1810 wurde sein Innenraum infolge eines Brandes vollkommen neu gestaltet.
Einwohnerzahlen Jahr 1801 1811 1821 1831 1841 1851 1861 1871 1881 1891 1901 1911 1921 1931 1951 1961 1971 2022 EinwohnerScotland Census 1911, S. 167–180. (Digitalisat)Scotland Census 2022Kildrummy Parish : Total Population, visionofbritain.org.uk 430 467 496 678 627 643 590 660 656 569 574 455 457 365 300 273 206 173 MännerKildrummy Parish : Males & Females, visionofbritain.org.uk 200 240 257 359 332 346 319 321 285 303 232 228 193 157 Frauen 230 227 239 319 295 297 341 335 284 271 223 229 172 143
Von den 455 im Jahre 1911 verzeichneten Personen waren 232 männlichen und 223 weiblichen Geschlechts. Sie teilten sich auf 90 Familien auf. Von den 105 verzeichneten Häusern waren 89 bewohnt.
mini|Panorama über das zentrale Kildrummy
Lage und Beschreibung Der Parish Kildrummy liegt im Westen der Council Area beziehungsweise der traditionellen Grafschaft Aberdeenshire. Historisch handelte es sich um einen Grenzparish zur Nachbargrafschaft Banffshire. Heute ist dies die Grenze zur benachbarten Council Area Moray. Der vorwiegend hügelige Parish liegt in den östlichen Cairngorms. Höchster Punkt ist der auf der Grenze zu Moray liegende, 728 Meter hohe The Buck (auch Buck of Cabrach). Der Kildrummy zentral nach Norden durchfließende Bach Mossat Burn bildet ein Tal. Er fließt dem Bogie zu. Östlich zum Don hin, der einen Teil der Süd- und Ostgrenze des Parishs markiert und den Parish ein kurzes Stück weit durchquert, steigt das Land zum 533 Meter hohen Callievar Hill wieder an. Über signifikante Seeflächen verfügt Kildrummy nicht.Karte der Ordnance Survey
In höheren Lagen steht im Wesentlichen Granit an, während in den Flusstälern Sandstein dominiert. Die Böden in den höheren Lagen bieten eine gute Grundlage für Weideflächen, während die mächtige Schicht Lehmboden in den Tälern als eine der fruchtbarsten Flächen Schottlands gilt. Auf den Böden wurde eine helle Variante des Hafers („Kildrummy-Hafer“) angebaut, der hohe Erträge liefert und eine Woche früher seine Reife erreicht als andere Hafersorten.Kildrummy in: Francis H. Groome (Hrsg.): Ordnance Gazetteer of Scotland: A Survey of Scottish Topography, Statistical, Biographical and Historical, Grange Publishing Works, Edinburgh, 1882–1885. Kildrummy verfügt faktisch über keine signifikanten Siedlungen mehr. Der namensgebende Weiler Kildrummy liegt im Südwesten.
Es umgeben die Parishes Auchindoir and Kearn, Leochel-Cushnie, Towie und Tullynessle and Forbes in Aberdeenshire sowie Cabrach in Moray. Der Parish umfasst eine Fläche von 42,0 Quadratkilometern. Die von Dinnet nach Banff führende A97 bildet die Hauptverkehrsstraße von Kildrummy.
Einzelnachweise
Weblinks
Records for Kildrummy, scotlandspeople.gov.uk
Kategorie:Civil Parish in Aberdeenshire