mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet der Manuel-Langnasenfledermaus Die Manuel-Langnasenfledermaus (Anoura luismanueli) ist ein in Gebirgen im nördlichen Kolumbien und westlichen Venezuela verbreitetes Fledertier in der Unterfamilie der Blütenfledermäuse. Das Typusexemplar stammt aus der Umgebung der Stadt Bailadores in Venezuela. Manche Zoologen halten die Schaffung einer neuen Gattung mit dem Namen Lonchoglossa für diese Art und andere kleine Mitglieder der aktuellen Gattung Anoura für ratsam.

Die Art ist nach Luigi Emanuele Molinari Tani benannt, welcher als Vater des Erstbeschreibers Jesús Molinari das Interesse für Natur bei seinem Sohn weckte.

Merkmale Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 55 bis 59 mm, einer Schwanzlänge von 3 bis 5 mm und einem Gewicht von 7,5 bis 10 g ist die Fledermaus der kleinste Vertreter der Gattung Anoura. Es sind 33,5 bis fast 37 mm lange Unterarme, Hinterfüße von 10 bis 12 mm Länge und 13 bis 15 mm lange Ohren vorhanden. Typisch ist seidenweiches braunes Fell mit einer Tönung, welche die Farbe von Eisenrost hat. Auf der Unterseite ist diese Tönung intensiver. Bei jedem Haar ist der Bereich an der Wurzel und der mittlere Teil weißlich. Die Flughäute haben eine dunkelbraune Farbe. Dabei ist die Schwanzflughaut oberseits gut behaart und unterseits spärlich behaart bis auf die mittlere Region. Zusätzlich ist ein Haarkamm an der Kante der Schwanzflughaut vorhanden. Das Tier hat recht kleine und weniger robuste Zähne. Verglichen mit der Geschwänzten Langnasenfledermaus ist das Fell dicker.

Verbreitung und Lebensweise Die Vertreter der Art bewohnen die Cordillera Oriental in Kolumbien und seine nördlichen Ausläufer in Venezuela. Sie halten sich in 1100 bis 2400 Meter Höhe auf. Die Manuel-Langnasenfledermaus ist in feuchten Bergwäldern zu finden, die immergrün oder laubabwerfend sind. Die nachtaktive Art ruht am Tage in Höhlen. In Venezuela reichten diese bis zu 20 Meter in den Felsen hinein. Manchmal wird das Versteck mit Geoffroys Schwanzloser Fledermaus, dem Venezuela-Fruchtvampir (Artibeus amplus) oder der Seidigen Kurzschwanzblattnase geteilt. Untersuchter Kot dieses Tieres enthielt Pollen und keine Fruchtreste, Pflanzensamen oder Insekten. Sie könnten trotzdem zur Nahrung zählen. Zur Fortpflanzung gibt es keine Informationen.

Gefährdung Regional können sich Landschaftsveränderungen negativ auswirken. Manche Kalksteinhöhlen brechen aufgrund der Erosion zusammen. Im Verbreitungsgebiet sind einige Schutzzonen vorhanden und die Gesamtpopulation wird als stabil eingeschätzt. Die IUCN listet die Manuel-Langnasenfledermaus als nicht gefährdet (least concern).

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Einzelnachweise

Kategorie:Blattnasen