Karl Eduard Wilhelm Kumpmann (* 12. Januar 1883 in Elberfeld; † 26. April 1963 in Göttingen) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer.Kumpmann, Karl Eduard Wilhelm. In: Universität zu Köln / Galerie der Professorinnen und Professoren (mit allen biografischen Daten u. Foto, abgerufen am 27. Juni 2026); Kumpmann, Karl. In: Otto Wenig (Hrsg.): Verzeichnis der Professoren und Dozenten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn 1818–1968. Bouvier, Bonn 1968, S. 167.
Leben und Wirken Karl Kumpmann studierte von 1903 bis 1905 Wirtschaftswissenschaft an der Universität Bonn und der Universität zu Berlin. 1906 promovierte er an der Universität Bonn zum Dr. phil. Von 1907 bis 1908 arbeitete er am Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsarchiv. Im Jahre 1909 habilitierte er sich für das Fach Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn und lehrte dort bis 1915 als Privatdozent. Von 1914 bis 1934 war er Professor bzw. Verwaltungsdirektor an der Verwaltungsakademie bzw. Hochschule für kommunale Verwaltung in Düsseldorf. Von 1923 bis 1933 lehrte er als Honorarprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln. Zu Beginn des Dritten Reiches (1933) wurde Kumpmann, der Mitglied der SPD war, die Lehrbefugnis entzogen. Über sein weiteres Leben ist nichts bekannt. Karl Kumpmann beschäftigte sich vor allem mit sozial- und arbeitsmarktpolitischen Themen. 1910 veröffentlichte er eine umfangreiche Darstellung über Die Entstehung der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Die Wertzuwachssteuer (= Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft, Ergänzungsheft, Bd. 24). Laupp, Tübingen 1907. Die Entstehung der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft 1830–1844. Ein erster Beitrag zur Geschichte der Rheinischen Eisenbahn (= Veröffentlichungen des Archivs für Rheinisch-Westfälische Wirtschaftsgeschichte, Bd. 1). Baedeker, Essen 1910. Die Reichsarbeitslosenversicherung. Zugleich ein Beitrag zur Arbeitslosenfrage überhaupt. Mohr, Tübingen 1913. Friedrich List als Prophet des neuen Deutschland. Mohr, Tübingen 1915. Imperialismus und Pazifismus in volkswirtschaftlicher Bedeutung (= Der Deutsche Krieg, Bd. 72). Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1916. Die Bedeutung der Revolution. Eine Einführung in die Grundfragen des neuen Staates. Mohr, Tübingen 1919. Die neuere Entwicklung der sozialen Fragen. Mohr, Tübingen 1919. Volkshochschule und Volksbildung im Rahmen der deutschen Stadt. Eine Denkschrift. Mohr, Tübingen 1919. Die Arbeitslosigkeit und ihre Bekämpfung. Mit besonderer Rücksicht auf Arbeitsnachweis und Arbeitslosenversicherung im Deutschen Reich. Mohr, Tübingen 1920. Ein Zentralinstitut für Arbeitsforschung. Vorschläge zur Rationalisierung der Arbeit. Klenters & Odendahl, Düsseldorf 1921. Kapitalismus und Sozialismus. Zur Lehre von den Wirtschaftsperioden. Baedeker, Essen 1929. Freiheit und Brot. Einführung in die Wirtschaftspolitik des neuen Reiches. Junker & Dünnhaupt, Berlin 1934.
Einzelnachweise
Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) Kategorie:Hochschullehrer (Universität zu Köln) Kategorie:SPD-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1883 Kategorie:Gestorben 1963 Kategorie:Mann