Der Distrikt Sūdari () ist einer von acht Distrikten im Bundesstaat Schamal Kurdufan (auch Nord-Kurdufan oder Nordkordofan) im Sudan.

Lage Der Distrikt hat nach Daten des Amts der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten eine Fläche von 81.591,2 km². Nachbardistrikte innerhalb des Bundesstaats sind im Osten der Distrikt Dschabrat asch-Scheich und im Südosten der Distrikt Gharb Bārā. Im Norden grenzt der Distrikt zudem an den Bundesstaat asch-Schamaliyya, im Westen an Schamal Darfur (Nord-Darfur) und im Süden an Gharb Kurdufan (West-Kurdufan).

Geographie Der Distrikt liegt im Südosten der Sahara. Nahe seiner nördlichen Grenze in asch-Schamaliyya befindet sich das sich von Südwest nach Nordost erstreckende Gebirgsplateau Gebel al-Ain. An den südlichen Ausläufern der Sahara im Südwesten des Distrikts Sūdari liegt auf rund 600 Metern Höhe der Umm-Badr-See und an dessen westlichem Ufer die gleichnamige Stadt Umm Badr. Der See fließt bei Regen, der sich auf etwa 200 Millimeter im Jahr beschränkt, auf seiner Nordseite über einen Nebenarm in das Wadi el-Melek ab, das Richtung Nordosten südlich des Gebel al-Ain entlang verläuft und schließlich bei ad-Dabba in asch-Schamaliyya in den Nil mündet. BirdLife International listet den Umm-Badr-See und seine nähere Umgebung als rund 20 km² große Important Bird Area (IBA, „wichtiges Vogelgebiet“). Das Becken um den See ist spärlich mit verschiedenen Akazien (Seyal-Akazie, Arabische Gummi-Akazie und Vachellia tortilis), dem Anabaum sowie dem Jochblattgewächs Balanites aegyptica bewachsen, während auf den felsigen Hügeln und roten Sanddünen um das Seebecken herum Schwarzdorn-Akazie, Leptadenia pyrotechnica und Süßgräser der Gattung Aristida dominieren. Zu den vorkommenden Vogelarten zählen die von der IUCN („Weltnaturschutzunion“) als gefährdet eingestufte Nubiertrappe und die als potentiell gefährdet eingestufte Arabientrappe.

Archäologische Stätten Rund 50 Kilometer westlich des Wadi el-Melek befindet sich die 1923 erstmals von Douglas Newbold erforschte Ruinenstätte Abu Sufyan. Bei dieser handelte es sich um eine überwiegend aus Lehmziegeln gebaute Siedlung, die etwa auf die Zeit um Christi Geburt datiert wurde. Weitere archäologische Stätten finden sich entlang des Gebel al-Ain.

Verkehr Aus dem Nachbardistrikt Gharb Bārā im Südosten kommend führt eine Straße Richtung Nordwesten. Die Straßen und der Verkehr im Sudan wurden jedoch durch den Krieg seit April 2023 und die damit einhergehende verschlechterte Sicherheitslage und Beschädigung, den Treibstoffmangel und weitere Engpässe stark beeinträchtigt.

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Einzelnachweise

Kategorie:Schamal Kurdufan Sudari