Günter Mühlpforte (* 5. Mai 1922 in Oberlutter, Freistaat Braunschweig, Deutsches Reich; † 21. Dezember 1955 in Potsdam) war ein deutscher Dokumentarfilmer.
Leben und Wirken Günter Mühlpforte wurde 1922 in Oberlutter (jetzt zu Königslutter) bei Braunschweig geboren. 1940 legte er sein Notabitur ab. Er wurde danach Soldat und geriet später in jugoslawische Kriegsgefangenschaft. Jordan, Schenk, 1996, S. 418, mit einigen biographischen Angaben
Ab 1947 arbeitete er bei der DEFA-Produktion Sachsen-Anhalt, zunächst als Schnittassistent, später als Regieassistent bei Erwin Kreker. 1948 drehte er seinen ersten eigenen Kurzfilm.
1953 wechselte Günter Mühlpforte wie viele andere Mitarbeiter zum neu gegründeten DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme nach Potsdam-Babelsberg. Sein bekanntester Landschaftsfilm Die Wartburg (1954) durfte in der Bundesrepublik nur mit Verzögerung und einem veränderten Kommentar gezeigt werden.Die Wartburg Filmzensur West-Ost
Ende 1955 starb Günter Mühlpforte im Alter von 33 Jahren in Potsdam.
Filmografie Regie
1948: Stein auf Stein 1950: Reserven 1950: Brandschutz ist Ernteschutz 1950: Besserer Stahl 1951: Mansfeld 1953: Brigade 'Anton Trincks' 1953: Die Wartburg 1954: Unser Rügen 1954: Spitzenzeit. Sparsamkeit 1955: Wasser vom Bodewerk
Drehbuch nur Drehbuch 1949: Leuna, kleine Stadt, große Tat, Regie Erwin Kreker 1955: Auf du und du
Literatur Günter Jordan, Ralf Schenk: Schwarzweiß und Farbe. DEFA-Dokumentarfilme 1946–92. Bertz + Fischer, Berlin 1996. S. 418, 454 (Index) Doris Hackbarth, Günter Schulz: DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme (und Vorläufer) 1946–1964. Berlin 1997, mit Angaben zu allen seinen Filmen
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Dokumentarfilmer Kategorie:Person (Medien, Potsdam) Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener von Jugoslawien Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1922 Kategorie:Gestorben 1955 Kategorie:Mann