Mikołaj Kubica (* 27. Oktober 1945 in Niedobczyce, Rybnik; † 19. Juli 2020) war ein polnischer Kunstturner. Er gewann bei Europameisterschaften zwei Silber- und drei Bronzemedaillen.

Karriere Der 1,70 Meter große Mikołaj Kubica turnte wie seine Brüder Wilhelm Kubica und Sylwester Kubica für Górnik Radlin. Mikołaj Kubica gewann insgesamt mehr als 30 polnische Meistertitel, darunter fünf im Mehrkampf.

Bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio erreichte die polnische Mannschaft mit Jan Jankowicz, Andrzej Konopka, Mikołaj Kubica, Wilhelm Kubica, Alfred Kucharczyk und Aleksander Rokosa den fünften Platz. Im Mehrkampf belegte Mikołaj Kubica als bester Turner seiner Mannschaft den 16. Platz. 1965 bei den Europameisterschaften in Antwerpen belegte Wilhelm Kubica den sechsten Platz im Mehrkampf, Mikołaj Kubica wurde Achter. Außer am Reck war in jedem Gerätefinale der besten sechs Turner einer der Brüder vertreten, am Ende waren es vier fünfte Plätze und ein sechster Platz.Ergebnisse EM 1965 bei europeangymnastics.com (PDF; 0,2 MB)

1966 bei den Weltmeisterschaften in Dortmund belegte die polnische Riege den fünften Platz.Mannschaft WM 1966 Platz 5 bis 8 bei gymn-forum.net Im Mehrkampf wurde Mikołaj Kubica 14. und Wilhelm Kubica 17. unter 143 Teilnehmern.Mehrkampf WM 1966 bei gymn-forum.net Im Jahr darauf bei den Europameisterschaften 1967 in Tampere erreichte Mikołaj Kubica den fünften Platz im Mehrkampf, Wilhelm Kubica wurde Siebter. An den Ringen gewannen mit Wiktor Lissizki und Michail Woronin zwei Turner aus der Sowjetunion gleichauf Gold, dahinter erturnte Mikołaj Kubica die Bronzemedaille. Ebenfalls Bronze erkämpfte er im Bodenturnen hinter dem Finnen Lasse Laine und dem Italiener Franco Menichelli. Mikołaj Kubica wurde außerdem Fünfter im Pferdsprung und am Seitpferd sowie Sechster am Reck.Ergebnisse EM 1967 bei europeangymnastics.com (PDF; 0,2 MB)

1968 bei den Olympischen Spielen in Mexiko-Stadt erreichte die polnische Mannschaft wie vier Jahre zuvor den fünften Platz. Die Riege bestand diesmal aus Wilhelm Kubica, Mikołaj Kubica, Sylwester Kubica, Andrzej Gonera, Aleksander Rokosa und Jerzy Kruża. Im Mehrkampf wurde Wilhelm Kubica 11., Mikołaj Kubica 13. und Sylwester Kubica erreichte als drittbester Pole den 31. Platz. Mikołaj Kubica verfehlte als Achter am Seitpferd nur knapp das Gerätefinale der besten sechs Turner. Im Mai 1969 bei den Europameisterschaften in Warschau erreichten alle drei Brüder einen Platz unter den besten sechs Mehrkämpfern. Mikołaj wurde Dritter, Sylwester Fünfter und Wilhelm Sechster. Eine Mannschaftswertung gab es bei Europameisterschaften nicht. Mikołaj wurde Vierter am Boden, am Seitpferd und am Barren. Im Pferdsprung erhielt er gleichauf mit Woronin die Silbermedaille hinter Wiktor Klimenko aus der Sowjetunion. An den Ringen siegte Woronin, Klimenko und Mikołaj Kubica wurden gemeinsam Zweite.Ergebnisse EM 1969 bei europeangymnastics.com (PDF; 0,3 MB)

1970 bei den Weltmeisterschaften in Ljubljana erreichte die polnische Mannschaft den fünften Platz.Mannschaft WM 1970 Platz 5 bis 8 bei gymn-forum.net Mikołaj Kubica belegte den 15. Platz im Mehrkampf, Wilhelm wurde 17. und Sylwester war als 22. drittbester Pole.Mehrkampf WM 1970 bei gymn-forum.net Im Jahr darauf bei den Europameisterschaften 1971 in Madrid waren Wilhelm und Sylwester Kubica dabei, dritter Pole war Andrzej Szajna.Ergebnisse EM 1971 bei europeangymnastics.com (PDF; 0,3 MB)

1972 bei den Olympischen Spielen in München erreichte die polnische Mannschaft mit Mikołaj Kubica, Andrzej Szajna, Sylwester Kubica, Wilhelm Kubica, Mieczysław Strzałka und Jerzy Kruża den vierten Platz hinter den Riegen aus Japan, der Sowjetunion und der DDR. Im Einzelmehrkampf war Mikołaj Kubica 13. unter 113 Teilnehmern, von denen 36 im Finale turnten. Seine beste Einzelplatzierung an den Geräten war der geteilte sechste Platz im Pferdsprung. Von den vier Turnern mit der sechstbesten Punktzahl wurde nur der Schweizer Peter Rohner, der die beste Kürnote aufwies, zum Finale zugelassen. 1973 bei den Europameisterschaften in Grenoble erreichte Mikołaj Kubica den siebten Platz im Mehrkampf. Im Pferdsprung wurde er Vierter und am Seitpferd Sechster.Ergebnisse EM 1973 bei europeangymnastics.com (PDF; 0,3 MB)

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Fußnoten

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