Der Dictionnaire des féministes : France, XVIIIe–XXIe siècle (Lexikon der Feministen: Frankreich, 18. bis 21. Jahrhundert) ist ein Personenlexikon, das 2017 unter der Leitung von Christine Bard und Sylvie Chaperon veröffentlicht wurde.
Projekt mini|hochkant|alt=Porträtfoto, farbig|Christine Bard 2008 beteiligten sich etwa zwanzig Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Disziplinen (Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft) an dem Projekt zur Erstellung eines biografischen Lexikons der Feministen in Frankreich. Dieses Projekt wurde von Christine Bard, Janine Mossuz-Lavau und Sylvie Chaperon geleitet und vom Zentrum für Geschichte der Sciences Po betreut. Das Projekt mit dem Titel PROSOPOFEM wurde zudem vom GEDI-Programm der Universität Angers unterstützt.
Ursprünglich war die Veröffentlichung für 2012 beim Verlag Autrement geplant, erfolgte schließlich jedoch 2017 bei den Presses Universitaires de France (PUF). Das Ziel war es, Frauen und Männer zu erfassen und bekannt zu machen, die sich für die Rechte und Freiheiten der Frauen eingesetzt haben, sei es durch ihr politisches, gewerkschaftliches, vereinsbezogenes oder künstlerisches Engagement. Dieses Projekt orientierte sich am biografischen Lexikon der französischen Arbeiterbewegung. Es befasste sich sowohl mit feministischen Persönlichkeiten der ersten Welle der Bewegung als auch mit „großen Unbekannten, die zum ersten Mal in ein Lexikon aufgenommen werden“.
Das Lexikon umfasst 421 biografische Einträge über den Aktivismus von Männern, Frauen und nicht-binären Personen im Kampf für die Rechte der Frauen. Ursprünglich als biografisches und historisches Lexikon konzipiert, enthält es zudem 137 thematische Einträge. Es wurde von 196 Fachleuten aus den Bereichen Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft verfasst. Es ist das erste Lexikon in Frankreich, das sich der Geschichte der Feministen und des Feminismus widmet. In den Vereinigten Staaten und in Großbritannien wurden bereits in den 1970er Jahren Nachschlagewerke zur Geschichte des Feminismus veröffentlicht. In Frankreich wurde der Arbeiterbewegung besondere Aufmerksamkeit geschenkt, wobei die Rolle der Frauen oft heruntergespielt wurde.Carole Boinet: Eines der Ziele dieses Werks ist es, Aktivisten ins Rampenlicht zu rücken, die zu ihrer Zeit bekannt waren, später jedoch in Vergessenheit gerieten.
Presseberichte
Literatur
Ausgabe 2026 ISBN 978-2-13083-280-5
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Biografisches Nachschlagewerk Kategorie:Feministische Publikation Kategorie:Frauen (Frankreich) Kategorie:Literatur (Französisch) Kategorie:Literatur (Frankreich)