Dieser Artikel behandelt aktuelle Nachrichten und Ereignisse im April 1977.
Tagesgeschehen Freitag, 1. April 1977 Rhodesien: In Rhodesien wird die Rassentrennung unter anderem in Krankenhäusern und Restaurants aufgehoben.
Samstag, 2. April 1977 Madrid/Spanien: Die spanische Regierung hebt die Pressezensur weitgehend auf.
Montag, 4. April 1977 Kinshasa/Zaire: Die Regierung von Zaire bricht die diplomatischen Beziehungen zu Kuba mit der Begründung ab, dass auf Seiten der Rebellen in der Provinz Shaba (Katanga) auch kubanische Soldaten kämpften.
Dienstag, 5. April 1977 Warschau/Polen: Die lange verschollenen Originalpartituren von Wolfgang Amadeus Mozarts Opern „Die Zauberflöte“ und „Die Hochzeit des Figaro“ werden wiederaufgefunden.
Donnerstag, 7. April 1977 Karlsruhe/Deutschland: Generalbundesanwalt Siegfried Buback wird zusammen mit zwei Begleitern von Terroristen ermordet.
Freitag, 8. April 1977 Mit Hilfe einer Luftbrücke französischer Flugzeuge schickt Marokko Truppenkontingente nach Zaire, wo sie die Regierungstruppen von Staatspräsident Sésé Séko Mobutu im Kampf gegen Rebellen in der Provinz Shaba (Katanga) unterstützen sollen.
Samstag, 9. April 1977 Madrid/Spanien: In Spanien wird die Kommunistische Partei, die unter der Franco-Diktatur 40 Jahre lang verboten war, wieder zugelassen.
Sonntag, 10. April 1977 Düsseldorf/Deutschland: Bei einem nächtlichen Einbruch in die Wertzeichenzentrale der Deutschen Bundespost erbeuten unbekannte Täter Briefmarken im Wert von rund 10 Millionen DM. Wie ein Sprecher der Bundespost mitteilt, handelt es sich um den bisher größten Raub gültiger Briefmarken in der Geschichte der Bundespost. Allerdings dürfte es den Dieben Probleme bereiten, ihre Beute, deren Gewicht mehrere Zentner beträgt, zu Geld zu machen.
Dienstag, 12. April 1977 Im Grenzgebiet zwischen Äthiopien und dem Sudan kommt es zu militärischen Zwischenfällen, äthiopische Truppen schlagen sudanesische Soldaten zurück, die in den Nachbarstaat eingedrungen sind. Der Sudan unterstützt die Rebellen in der nach Unabhängigkeit strebenden äthiopischen Provinz Eritrea.
Mittwoch, 13. April 1977 Der Schriftsteller Reiner Kunze, der in der DDR starken Repressionen ausgesetzt war, siedelt mit seiner Familie in die Bundesrepublik Deutschland über.
Donnerstag, 14. April 1977 Tel Aviv/Israel: Zwei bewaffnete Israelis besetzen aus Protest gegen die ihrer Ansicht nach zu wenig energische Verfolgung von Nazi-Verbrechen durch die bundesdeutsche Justiz vorübergehend die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland.
Samstag, 16. April 1977 Hamburg/Deutschland: Die Deutsche Organisation Nichtkommerzieller Anhänger des Lauteren Donaldismus (D.O.N.A.L.D.) wird gegründet.
Sonntag, 17. April 1977 Brüssel/Belgien: Bei den Parlamentswahlen in Belgien erzielt die regierende Christliche Volkspartei von Ministerpräsident Leo Tindemans Stimmengewinne. Sie kann die Zahl ihrer Sitze von 72 auf 80 erhöhen. Die Sozialisten gewinnen als zweitstärkste politische Kraft drei Sitze hinzu und verfügen nunmehr über 62 Mandate. Im Juni bildet Tindemans mit den Sozialisten, der Front der Frankophonen und der Volksunie eine Koalitionsregierung.
Dienstag, 19. April 1977 San Salvador/El Salvador: Linksgerichtete Untergrundkämpfer entführen Außenminister Mauricio Borgonovo Pohl. Am 11. Mai wird der Entführte von der Polizei tot aufgefunden.
Mittwoch, 20. April 1977 Washington, D.C./Vereinigte Staaten: Nach einem Urteilsspruch des Obersten Gerichtshofs der USA ist die in einigen US-Bundesstaaten vereinzelt noch geübte Prügelstrafe an Schulen mit der Verfassung der Vereinigten Staaten vereinbar.
Donnerstag, 21. April 1977 Islamabad/Pakistan Präsident Zulfikar Ali-Khan Bhutto verhängt wegen anhaltender Unruhen über Pakistan das Kriegsrecht.
Freitag, 22. April 1977 Jerusalem/Israel: Der bisherige Verteidigungsminister Schimon Peres (Arbeitspartei) übernimmt von seinem Parteifreund Yitzhak Rabin das Amt des Ministerpräsidenten. Rabin hatte nach dem Bekanntwerden illegaler Devisengeschäfte seiner Frau seinen Rücktritt erklärt.
Sonntag, 24. April 1977 Madrid/Spanien: Acht konservative und sozialdemokratische Parteien schließen in Spanien ein Wahlbündnis. Bei den ersten freien Parlamentswahlen seit über 40 Jahren im Juni wollen sie gemeinsame Kandidaten aufstellen, um ihre Wahlchancen zu verbessern.
Dienstag, 26. April 1977 Istanbul/Türkei: Auf den Vorsitzenden der türkischen Sozialdemokraten Bülent Ecevit werden während einer Wahlkampfveranstaltung mehrere Schüsse abgegeben. Ecevit bleibt bei dem Anschlag unverletzt.
Donnerstag, 28. April 1977 Stuttgart/Deutschland: Nach fast zweijähriger Verhandlungsdauer verurteilt das Oberlandesgericht die Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe wegen Mordes zu lebenslanger Haft.
Freitag, 29. April 1977 West-Berlin/Deutschland: Der Regierende Bürgermeister Klaus Schütz (SPD) tritt zurück.
Samstag, 30. April 1977 Neu-Delhi/Indien: Der indische Ministerpräsident Morarji Desai löst die Parlamente von neun Provinzen auf, in denen die Kongresspartei der früheren Ministerpräsidentin Indira Gandhi die Mehrheit hatte.
Siehe auch Nekrolog April 1977 für Todesfälle in diesem Monat Liste von jährlich wiederkehrenden Gedenk- und Aktionstagen im April Kategorie für Gedenk-, Feier- oder Aktionstage im April
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Einzelnachweise
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