mini|Dorfkirche Gostemitz Die evangelische Dorfkirche Gostemitz ist eine romanische Saalkirche im Ortsteil Gostemitz von Jesewitz im Landkreis Nordsachsen in Sachsen. Sie gehört zum Pfarrbereich Krostitz im Kirchenkreis Torgau-Delitzsch der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Geschichte und Architektur Das Bauwerk ist eine kleine, im Kern vermutlich romanische Saalkirche aus der Zeit um 1200. Im 15. Jahrhundert wurde eine Sakristei angebaut. Nach schweren Beschädigungen im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche wiederaufgebaut. Eine Erneuerung im Innern wurde in der Mitte des 17. Jahrhunderts, in den Jahren 1689 und 1952 durchgeführt. Im Jahr 2021 wurde die innere Raumschale mit Unterstützung der Stiftung KiBa restauriert.Information auf der Website der Stiftung KiBa

Das Bauwerk ist ein Feldsteinbau mit eingezogenem, gerade geschlossenem Chor. An der Chornordseite ist die Sakristei angebaut; im Westen erhebt sich ein eingestellter Turm in Backstein, südlich davon ein barocker Portalvorbau. An der Ostseite ist ein vermauertes romanisches Fenster erkennbar. Im Inneren ist das Bauwerk flachgedeckt, einfache Emporen sind an drei Seiten eingebaut. Der runde Triumphbogen führt zum Chor, an der Nordseite ist eine spätgotische Sakramentsnische mit Vorhangbogen aus der Zeit um 1500 eingebaut. Die etwas tiefer liegende Sakristei ist tonnengewölbt und mit einer Piscina versehen.

Ausstattung Die Kirche ist mit einem ungewöhnlichen Altar versehen, der vermutlich aus einem spätgotischen Altar die Predella und den Schrein enthält. Er wurde im Jahr 1689 umgestaltet und mit wuchernden Akanthusschnitzereien versehen. Eine Restaurierung wurde um 1900 durchgeführt. In der Predella befindet sich ein Gemälde mit der Darstellung des Abendmahls. Im Schrein befand sich ehemals ein barockes Kruzifix, das heute durch eine Figur des segnenden Christus aus dem 19. Jahrhundert ersetzt ist. Im Auszug ist ein Medaillon mit dem Gemälde der Auferstehung Christi angebracht.

Ein aufwändig gestaltetes Rokoko-Epitaph aus Sandstein erinnert an Johann Ferdinand August von Funcke († 1777). Es zeigt über hohem Sockel eine große Inschriftkartusche; seitlich sind die Personifikationen von Glaube und Liebe angeordnet.

Die technisch interessante Orgel ist ein Werk von Nicolaus Schrickel aus dem Jahr 1866/67 mit vier Registern auf einem Manual.

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde Ausstattung der Dorfkirche in Gostemitz wird restauriert Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bildergalerie

Einzelnachweise

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