Alana Manchineri ist eine brasilianische Menschenrechtlerin und Biologin aus dem Volk der Manchineri. Sie wirkte bei der Coordenação das Organizações Indígenas da Amazônia Brasileira (COIAB) als Kommunikationsmanagerin, Koordinatorin der Klimaagenda und internationale Beraterin und wurde durch ihren Einsatz für indigene Landrechte und Klimagerechtigkeit bekannt.

Leben und Wirken Manchineri stammt aus dem brasilianischen Bundesstaat Acre; ihr Volk lebt im Grenzgebiet von Brasilien, Peru und Bolivien. Ihre Eltern nahmen sie als Kind zu Mobilisierungen für indigene Rechte mit. Seit 2015 brachte sie sich bei der Jugendorganisation Engajamundo ein und gehörte der nationalen Kommission für indigene Jugend an. Im Jahr 2018 nahm sie in Quito an einer Fortbildung für junge Indigene aus neun Ländern des Amazonasbeckens über Kommunikation und politische Interessenvertretung teil, die ihre weitere Laufbahn einleitete. Sie schloss ein Biologiestudium an der Universidade Federal do Acre ab, wurde im Umweltmanagement und in populärer Kommunikation ausgebildet und studierte Journalismus.

An der Universidade Federal do Acre arbeitete Manchineri in der Forschungsgruppe des Projekts Desfazendo Preconceitos, das Wissen über indigene Kulturen Acres an Schulen und Hochschulen vermitteln sollte. In der COIAB koordinierte und mobilisierte sie ein Netzwerk junger indigener Kommunikatoren, schrieb Texte und Drehbücher, fotografierte, leitete Arbeitskreise und nahm an öffentlichen Debatten teil. Eine von ihr aufgenommene Fotografie der Proteste für die Demarkation indigener Gebiete vor einer Entscheidung zum sogenannten Marco temporal wurde 2021 über das Nachrichtenportal der COIAB verbreitet. Als Kommunikationsmanagerin setzte sie sich für eine von Indigenen selbst getragene Berichterstattung und ein Kommunikationsnetz in allen neun Bundesstaaten des brasilianischen Amazonasgebiets ein. Bei der UN-Klimakonferenz COP29 in Baku vertrat sie 2024 die COIAB beim Start der Troika der indigenen Völker, einer Allianz indigener Organisationen aus Brasilien, Australien und den pazifischen Inselstaaten. Im Vorfeld der COP30 koordinierte sie 2025 die Klimaagenda der COIAB und warb für die Anerkennung der Demarkation indigener Territorien als Klimapolitik, die Vergabe von Klimamitteln an indigene Gemeinschaften und das Ende der Ausweitung der Förderung fossiler Energieträger im Amazonasgebiet. Während der COP30 in Belém bezeichnete sie die indigenen Völker wegen des Tagungsorts im Amazonasgebiet als Gastgeber der Konferenz und unterstrich damit ihren Anspruch auf Mitwirkung an den Verhandlungen.

Einzelnachweise

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