mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet der Weißflügel-Hundskopffledermaus Die Weißflügel-Hundskopffledermaus (Peropteryx leucoptera) ist ein hauptsächlich im Amazonasbecken verbreitetes Fledertier in der Gattung der Hundskopffledermäuse. Das Typusexemplar stammt aus Suriname. Die Art wurde zeitweilig in ihrer eigenen Gattung, Peronymus, gelistet und zuletzt wieder der Gattung Peropteryx zugeordnet.
Verbreitung und Unterarten Es werden zwei Unterarten unterschieden: P. l. leucoptera, lebt im südöstlichen Kolumbien, im Süden von Venezuela, in der Region Guyanas sowie im Norden und Osten von Brasilien. P. l. cyclops, bewohnt den Osten von Peru, das nördliche Bolivien und angrenzende Landschaften Brasiliens bis zum zentralen Amazonasbecken.
Merkmale Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 47 bis 55 mm, einer Schwanzlänge von 11 bis 20 mm und einem Gewicht von 5,5 bis 6,5 g erreicht die Art die typische Größe für ihre Gattung, auch wenn die Unterarme mit 41 bis 52 mm etwas länger als der Durchschnitt sind. Es sind 7 bis 10 mm lange Hinterfüße und Ohren von 13 bis 20 mm Länge vorhanden. Wie aus dem Namen erkennbar, fällt die Fledermaus durch ihre weißen Flughäute auf. Nur Bereiche der Flügel nah am Körper können etwas dunkler sein. Von den anderen Gattungsmitgliedern hat nur die Blassflügel-Hundskopffledermaus (Peropteryx pallidoptera) blasse und leicht durchscheinende Flughäute. Innerhalb der Gattung sind Exemplare mit Albinismus bekannt. Zusätzlich sind bei dieser Art die Ohren auf der Stirn mit einem Hautstreifen verbunden, was sie von der Großen Hundskopffledermaus (Peropteryx kappleri) unterscheidet. An der Innenseite der Ohren befinden sich Wülste, die Rippen ähneln und der Tragus ist abgerundet. Weitere Kennzeichen des Kopfes sind die nackte Schnauze und große Augen mit brauner Regenbogenhaut. Oberseits ist schokoladenbraunes Fell vorhanden und das Fell der Unterseite ist deutlich heller. Der diploide Chromosomensatz besteht aus 48 Chromosomen (2n=48).
Lebensweise Die Weißflügel-Hundskopffledermaus hält sich im Tiefland auf. Als Habitat dienen tropische Regenwälder und die Landschaft Mata Atlântica. Das Tier ist zwischen Abend- und Morgendämmerung aktiv und ruht am Tage in Höhlen, Baumhöhlen, in ausgehöhlten Holzklötzen, zwischen Streben an Gebäuden und unter überhängenden Ufern. Eine gewöhnliche Gruppe besteht aus einem Männchen, aus ein bis zwei Weibchen und aus etwa fünf Jungtieren, von denen manche kurz vor der Geschlechtsreife stehen können. Die Exemplare halten meist etwas Abstand voneinander.
Diese Fledermaus jagt Insekten über Schneisen und anderen Waldlichtungen. Sie fliegt dabei ein bis zwei Meter über dem Grund. Zur Fortpflanzung liegen keine Daten vor.
Gefährdung Regional wirken sich Waldrodungen, Störungen in den Höhlen und der Abbau von Kalkstein negativ aus. Auch wenn die genaue Populationsgröße unbekannt ist, so hat die Art aufgrund ihrer weiten Verbreitung vermutlich einen Bestand, der keinen Gefahrengrad notwendig macht. Die IUCN listet die Weißflügel-Hundskopffledermaus als nicht gefährdet (least concern).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Glattnasen-Freischwänze