Eudóxia de Barros (Eudoxia de Campos Barros; * 18. September 1937 in São Paulo) ist eine brasilianische Pianistin und Musikpädagogin.
Leben Eudóxia de Barros begann ihren Klavierunterricht im Alter von sechs Jahren bei Mathilde Frediani und gab siebenjährig ihr erstes Konzert. Sie nahm dann Unterricht bei Karl Heim und Nellie Braga und schloss 1951 ein Studium am Instituto Musical de São Paulo ab. 1953 belegte sie bei einem Wettbewerb des Orquestra Sinfônica Brasileira den vierten Platz und spielte mit diesem unter Leitung von Eleazar de Carvalho die brasilianische Erstaufführung des Ersten Klavierkonzerts von Heitor Villa-Lobos.
Zwischen 1954 und 1959 studierte sie bei Magda Tagliaferro und deren Assistenten Lina Pires de Campos, Daisy de Lucca und Olivier Bernard, daneben nahm sie auch Stunden bei Mozart Camargo Guarnieri, Sebastian Benda, Roberto Sabbag, Arnaldo Estrella, Yara Bernette, Bruno Seidhoffer und Sequeira Costa. Als Stipendiatin des Bildungsministeriums setzte sie ihr Studium in Frankreich bei Pierre Sancan, Christiane Senart, Pierre Kostanoff und Lazare Lévy fort.
Nach ihrer Rückkehr nach Brasilien im Jahr 1959 studierte sie bei Guilherme Fontainha, nahm Unterricht in Harmonielehre, Kontrapunkt und Komposition und unterrichtete an Konservatorien. 1965 ging sie in die USA, wo sie bei Olegna Fuschi und Howard Aibel studierte und Klavier an der North Carolina School of the Arts unterrichtete. Im darauffolgenden Jahr gewann sie einen Solistenwettbewerb mit dem North Carolina Symphony Orchestra und ging anschließend mit dem Orchester auf Tournee durch verschiedene Städte der USA. Daneben hatte sie Auftritte in der National Gallery of Art (1967) in Washington sowie in der Town Hall (1967) und der Carnegie Hall (1969) in New York.
In den Jahren 1969 und 1970 studierte sie bei Walter Blankenheim in Deutschland. Nach ihrer Rückkehr nach Brasilien unterrichtete sie erneut in Konservatorien und begann pädagogisch ausgerichtete Konzerte zu geben, bei denen sie jeweils einen Komponisten und dessen Werk vorstellte. 1982 heiratete sie den Komponisten Osvaldo Lacerda, mit dem sie 1984 das Centro de Música Brasileira gründete, dessen Präsidentin sie 2011 wurde. 1989 wurde sie in die Academia Brasileira de Música gewählt. Auf Konzertreisen trat sie u. a. in Frankreich, der Schweiz, England, Portugal, den USA und den lateinamerikanischen Ländern auf.Sie nennt unter den Dirigenten, mit denen sie auftrat: Armando Bellardi, Benjamin Swalin, Bernardo Federovsky, Bruno Roccella, Carlos Alberto Pinto Fonseca, Carlos Lima, Carlos Veiga, Chleo Goulart, Ciro Pereira, Cláudio Ribeiro, David Machado, Diogo Pacheco, Edoardo De Guarnieri, Eduardo Ostergren, Eduardo Rahn, Eleazar de Carvalho, Eliseu Ferreira, Gedeão Martins, Henrique Morelenbaum, Henrique Vieira, Isaac Karabtchevsky, João Souza Lima, John Luciano Neschling, Jorge Kaszás, José Nilo Valle, José Serebrier, José Viegas Neto, Júlio Medaglia, Luiz Fernando Malheiro, Lutero Rodrigues, Marcelo Urias, Marcos Pupo Nogueira, Mário Tavares, Moisés de Souza Ferreira, Mozart Camargo Guarnieri, Nelson Nilo Hack, Pablo Komlós, Parcival Módolo, Priscila Paes, Roberto Ondei, Rodrigo Müller, Ronaldo Bologna, Tullio Colacioppo, Vicente Fittipaldi In ihrer Laufbahn veröffentlichte sie fast 50 Schallplatten und CDs.
Diskographie Eudóxia de Barros Apresenta Jovens Compositores Paulistas, Werke von Mozart Camargo Guarnieri, Marlos Nobre, Edino Krieger und anderen, 1962 Ouro Sobre Azul, Werke von Ernesto Nazareth, 1963 O Despertar da Montanha, Werke von Eduardo Souto de Moura, 1969 Valsas-Choros von Ascendino Theodoro Nogueira, 1973 Gotas de Ouro, Werke von Ernesto Nazareth, 1976 Saudades do Brasil, mit der Phantasie über die brasilianische Nationalhymne von Louis Moreau Gottschalk, 1979 Brasileiríssimo, Werke von Osvaldo Lacerda, Nazareth, Souto de Moura, Lina Pesce, Waldir Azevedo und Zequinha de Abreu, 1983 Esse Brasil que Tanto Amo!, Werke von Ernesto Nazareth, 1995 Concerto nº 2 von Mozart Camargo Guarnieri, 1998 Canções de Câmara, Werke von Osvaldo Lacerda, mit Tomasino Castelli (Tenor), 1998 O Despertar da Montanha, Werke von Eduardo Souto de Moura, 1998 Lua Branca, Werke von Zequinha de Abreu, Ernesto Nazareth, Edino Krieger, Waldir Azevedo, Chiquinha Gonzaga und Marcelo Tupinambá, 1999, 2002 Fúrio Franceschini e seus Intérpretes Yara Ferraz, Amaral Vieira Belkiss S. Carneiro de Mendonça, 1999 Eudóxia de Barros em 2011, 2011
Quellen Dicionário Cravo Albin da Música Popular Brasileira: Eudóxia de Barros Enciclopédia Itaú Cultural: Eudóxia de Barros
Weblinks Website von Eudóxia de Barros
Anmerkung
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