TeukGong MooSool (특공무술), gesprochen Teukgong Musu, ist eine südkoreanische Nahkampfkunst. Sie wird von den Spezialeinheiten des südkoreanischen Militärs und der Polizei angewendet. Es gibt öffentlich zugängliche Dojos, in denen Zivilisten die Kampfkunst erlernen können. Allerdings unterscheiden sich das in zivilen Dojos gelehrte Teukgong Moosul und das beim Militär gelehrte Teukgong Moosul hinsichtlich Tödlichkeit, Techniken und Kampfstil grundlegend, obwohl sie denselben Namen tragen. Das beim Militär gelehrte TeukGong MooSool heißt COMBAT TKMS und kann, anders als das in zivilen Dojos gelehrte TeukGong MooSool, nur von Angehörigen der Spezialeinheiten des südkoreanischen Militärs erlernt und beherrscht werden, die Spezialmissionen durchführen.
Die Verbreitung innerhalb des Militärs wurde maßgeblich von Angehörigen der Spezialeinheiten vorangetrieben.
Geschichte Nachdem nordkoreanischer Spezialeinheiten in das Hoheitsgebiet Südkoreas in den 1960er und 1970er eindrangen, erkannte man die Notwendigkeit ein neues System den Spezialeinheiten Südkoreas zur Verfügung zu stellen. Erst recht, als Spezialkräfte Nordkoreas bei einem Sonderauftrag auf Soldaten Südkoreas trafen. Einem, in Gyeuk Sool ausgebildeter Nordkoreaner, war es möglich 3 Südkoreanische Soldaten im Nahkampf innerhalb von 10 Sekunden zu überwältigen.
Das südkoreanische Militär holte Martial-Arts-Experten aus allen Bereichen um ein neues Nahkampfsystem zu entwickeln. Der Kampfstil sollte geeignet sein für den waffenlosen, aber auch bewaffneten Nahkampf.
Es dauerte bis 1979 und der das neues Nahkampfsystem – Teukgong Moosool – wurde bei den südkoreanischen Special Forces eingeführt. Als die Gründer gelten GM Lim, GM No Won Park und GM Chang So Ok, obwohl die Gründung das Ergebnis der Mitarbeit einer ganzen Reihe von Großmeister aus verschiedenen traditionellen koreanischen Martial-Art-Systemen ist.
Nachdem der Name der Kampfkunst dem Chef des Präsidentenschutzes, Cha Ji- chul, vorgelegt und von Präsident Park Chung-hee genehmigt worden war, wurde die Bezeichnung „Spezialkräfte-Kampfkunst“ eingeführt und wird bis heute verwendet.
Inhalt Techniken: Es kombiniert Elemente aus verschiedenen traditionellen Kampfkünsten, darunter Hapkido, Taekwondo, Judo, Kumdo (Schwertkampf) und Kwanjol-Sul (Gelenkhebel, koreanisch: 관절술). Das Training umfasst Schläge, Tritte, Hebel, Würfe, den Umgang mit Waffen sowie Abwehrtechniken gegen bewaffnete Angreifer. Training: Der Fokus liegt auf Praxisnähe, Reflexen und der effektiven Nutzung der eigenen Körpermechanik, weshalb es für Menschen jeden Alters zur Selbstverteidigung erlernbar ist.
Weblinks
KFN: Spezialoperationskommando der ROK-Armee: 1. Wettkampf im speziellen Nahkampf des Kommandeurs der Spezialkräfte, YouTube, 2020 KFN: Vorführung der Spezialeinheit für Aufklärung des Marine Corps in Pohang-Ocheon („Invincible City“), YouTube, 2020
Einzelnachweise
Kategorie:Kampfkunst