Was geschah in dieser Nacht? ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahr 1941, die unter der Regie von Theo Lingen entstand. Die Hauptrollen verkörperten Theo Lingen, Lili Muráti, Lucie Englisch und Karl Ludwig Diehl.

Handlung

Marion, die seit zwei Jahren Witwe ist, hat gerade ihre Freundin Julia bei sich zu Gast. Julia ist nach einem längeren Aufenthalt in Amerika auf der Durchreise nach Budapest. Für den Abend hat Marion ihren Verehrer Dr. Johannes (Hans) Petersen zum Essen eingeladen und benötigt Julia als Anstandsdame, da sie mit Hans aus moralischen Gründen nicht in ihrem Haus allein sein möchte. Diese hat aber bereits eine anderweitige Verabredung für den Abend.

Leider verspätet sich Hans wegen einer Autopanne, die er auf dem Weg zu Marion erlitten hat. Marion hat aber von dem Grund keine Kenntnis, da Hans sich nicht bei ihr gemeldet hat. Sie ist deswegen in großer Sorge und geht davon aus, dass Hans die Verabredung absichtlich nicht wahrnimmt, da er wohlmöglich gar nicht in sie verliebt sei.

Nun nimmt ihre Freundin Julia die Sache in die Hand. Da Marion keine Telefonnummer von Hans hat, sucht Julia im Telefonbuch nach dem Namen „Johannes Petersen“. Schnell entschlossen ruft sie bei dem gefundenen Eintrag an und Diener Anton von Johannes Petersen meldet sich am Telefon. Dieser teilt mit, dass Herr Petersen noch nicht im Hause sei, aber in Kürze erwartet wird, da er einen Gast zum Abendessen erwarten würde. Julia erzählt Marion nichts von alledem. Sie will „Johannes Petersen“ wegen der vermuteten Affäre mit einer anderen Frau jedoch persönlich zur Rede stellen.

In Wirklichkeit handelt es sich bei dem Angerufenen um den Vetter von Hans, der auch den Namen „Johannes Petersen“ trägt. An der Wohnung angekommen wird Marion von Diener Anton vorgelassen. Ohne auf eine Reaktion von Anton zu warten, stürmt sie in das Wohnzimmer. Dort macht sie „Johannes Petersen“ ein Szene, in der sie vehement sein Verhalten gegenüber Marion kritisiert. Dieser ist völlig überrascht und erklärt, dass er keine Marion kennen würde. Das Auftreten von Julia und ihr Eintreten für ihre Freundin Marion imponiert ihn so sehr, dass er tiefergehende Gefühle für Julia empfindet und sie zum Abendessen einlädt. Zuvor hatte Julia die Freundin Gerti von „Johannes Petersen“, die ursprünglich zum Abendessen eingeladen war, kurzerhand aus der Wohnung herauskomplimentiert.

Zwischenzeitlich versucht Hans von einer Telefonzelle Marion zu erreichen, um seine Verspätung zu erklären. Da Julia ihrer Freundin Marion eingeschärft hat, kein Telefongespräch mit Hans zu führen, nimmt sie zwar das Gespräch an, aber hört den wortreichen Erklärungen von Hans zu seiner Verspätung nicht zu und meldet sich nicht.

Während des gemeinsamen Abendessens mit Johannes bekommt Marion derweil starke Kopfschmerzen. Petersen beauftragt Anton „Aspirin“ aus der Hausapotheke zu holen. Leider verwechselt der Diener die Tabletten und händigt Johannes das damalige Schlafmittel „Veronal“ für Marion aus. Nach der Einnahme von zwei Tabletten verfällt Marion in einen tiefen Schlaf. Johannes betraut Anton und die Köchin Rosi damit, dass sie Marion im Gästezimmer zu Bett bringen. Rosi schickt aber Anton aus dem Zimmer, als sie beginnt Marion zu entkleiden. Dabei verschmiert sie den aufgetragenen Lippenstift bei Marion.

Auf Grund des enttäuschenden Telefonats mit Marion betrinkt sich Hans in einem Weinlokal. Nachdem er einige Flaschen geleert hat, begibt er sich zur Wohnung seines Vetters, bei dem er gelegentlich im Gästezimmer übernachtet. Da er einen Schlüssel zur Wohnung besitzt, kann er diese unbemerkt betreten. Zudem erkennt er nicht, dass das Gästezimmer bereits von der tief schlafenden Marion belegt ist. Als Erstes zieht er seine schwarze Smoking Schleife aus und wirft sie auf das Bett neben Marion. Als er darauf feststellt, dass sich bereits eine Frau im Bett des Gästezimmers befindet, verlässt er wieder leise die Wohnung und bucht sich die Nacht in einem Hotel ein.

Am nächsten Morgen findet Marion, die noch sehr verschlafen ist, die Schleife auf ihrem Bett. Auch der verschmierte Lippenstift fällt ihr auf. Sie stellt Johannes Petersen wütend zur Rede. Sie glaubt das dieser in der Nacht in ihrem Zimmer gewesen ist. Da Johannes alles abstreitet, flüchtet sie aus der Wohnung.

Nunmehr beginnt eine muntere Verwechslungskomödie, bei der alle Beteiligten einer Vielzahl von Missverständnissen unterliegen und sich in skurrilen Situationen wiederfinden. Am Ende klären sich aber alle Fehleinschätzungen vollständig auf. Hans und Marion als auch Johannes und Julia finden sich als Liebepaare wieder, als sie in der Wohnung von „Johannes Petersen“ aufeinandertreffen. Aber auch Diener Anton und Köchin Rosi verloben sich.

Produktionsnotizen

Die Dreharbeiten zu Was geschah in dieser Nacht? fanden vom 4. August 1941 bis Ende September 1941 überwiegend in den Tobis-Ateliers in Berlin-Johannisthal statt. Die Uraufführung war am 31. Oktober 1941 in Dresden. In Berlin wurde der Film erstmals am 4. November 1941 im Marmorhaus gezeigt. Am 22. Oktober 1941 erteilte die nationalsozialistische Filmprüfstelle für den Film die Freigabe „ab 16 Jahren“. Was geschah in dieser Nacht? wurde 1941 von der Tobis Filmkunst GmbH als Verleih in die Kinos gebracht.Was geschah in dieser Nacht? (Eintrag „Alle Credits“ und „Fassungen“) auf filmportal.de; abgerufen am 20. Juni 2026

Als ausführende Produzenten fungierten Christoph Mülleneisen junior und Franz Tapper. Die Bauten stammen von den Filmarchitekten Alfred BütowKay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 1: A – C. Erik Aaes – Jack Carson Ryan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 627, 628 und Heinrich Beisenherz.Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Band 1: A – C, Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 310 Der verantwortliche Tonmeister war Oskar Haarbrandt und die Musik für den Film komponierte Michael Jary.

Der Schauspieler Theo Lingen führte, wie ebenso in einigen anderen Filmen, bei dieser Komödie auch Regie.Willibald Eser (gemeinsam mit Theo Lingen): Komiker aus Versehen. Langen-Müller, München/Wien 1986, ISBN 978-3-7844-2103-2. S. 97

Rezeption

Siehe auch Liste der während der Zeit des Nationalsozialismus im Deutschen Reich uraufgeführten deutschen Spielfilme

Literatur Was geschah in dieser Nacht In: Illustrierter Film-Kurier Nr. 3248 (Filmprogrammheft) auf Internet Archive

Weblinks

Filmplakat auf Filmportal

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1941 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Filmkomödie Kategorie:Liebesfilm