Elizabeth A. Wilson (* 1964) ist Professorin für Frauen-, Gender- und Sexualitätsstudien an der Emory University in Atlanta, Georgia, USA. Im Bereich der feministischen Forschung verbindet sie psychoanalytische Theorie, Affekttheorie, feministische und Queer-Theorie sowie Neurobiologie. Ihre Forschung leistet einen Beitrag zur Arbeit feministischer Wissenschaftstheorie im weiteren Sinne, indem sie die unmittelbare Beziehung zwischen Natur und Kultur neu beschreibt.
Leben und Werk Wilson schloss ihr Studium an der University of Otago in Neuseeland mit einem B.Sc. in Psychologie ab. Als Studentin wählte sie Psychologie als Hauptfach, unter anderem weil es keinen Fachbereich für Frauenstudien gab; dennoch setzte sie sich auch außerhalb des Hörsaals weiterhin für feministische Themen ein. Sie promovierte an der University of Sydney in Psychologie.
Wilson ist Samuel-Candler-Dobbs-Professorin für Frauen-, Geschlechter- und Sexualitätsstudien an der Emory University. Seit 2009 ist sie an der Emory University, vor ihrer Berufung war sie als Stipendiatin des Australian Research Council an der University of New South Wales tätig. Der Australian Research Council förderte ihr Projekt mit dem Titel The Embodiment of Melancholy: A Feminist Analysis of Depression (dt. Die Verkörperung der Melancholie: Eine feministische Analyse der Depression), das einen multidisziplinären Ansatz zum Verständnis von Depressionen untersuchte.
Sie hatte Positionen an der University of Western Sydney, der Australian National University und der University of Sydney inne. Sie war Mitglied der School of Social Science am Institute for Advanced Study in Princeton, New Jersey, und Helen-Putnam-Stipendiatin am Radcliffe Institute for Advanced Study der Harvard University. Während ihres Aufenthalts als Stipendiatin am Radcliffe Institute schloss sie die Forschungsarbeiten für ihr Buch Gut Feminism ab.
Sie will feministische Psychologie dazu anregen, den biologischen Körper zu reflektieren. In ihrem Werk Psychosomatik untersucht sie die Beziehung zwischen Biologie und Psychologie. Im Band Maschinenaffekte beleuchtet sie Beziehung zwischen Mensch und Technologie, insbesondere KI, sowie zu den psychosozialen Kontexten von Computern. Ihr jüngstes Buch, Gut Feminism, befasst sich mit Depressionen und untersucht, inwiefern Daten zu Antidepressiva für Feministinnen von Nutzen sein können.
Veröffentlichungen Neural Geographies: Feminism and the Microstructure of Cognition. Routledge. 1998. ISBN 978-0415916004. Psychosomatic: Feminism and the Neurological Body. Duke University Press. 2004. ISBN 978-0-8223-3365-4. Psychosomatik. Zürich, Edition Patrick Frey Essays, Band 5. 2023, mit einem Vorwort von Peter Schneider (Psychoanalytiker), übersetzt von Herwig Engelmann. ISBN 978-3-907236-59-8 Affect and Artificial Intelligence. University of Washington Press. 2011. ISBN 978-0-295-80000-4. Maschinenaffekte. Zürich, Edition Patrick Frey Essays, Band 8. 2025, mit einem Vorwort von Alexandra Papadopoulos und Peter Schneider, übersetzt von Herwig Engelmann. ISBN 978-3-907236-82-6 Gut Feminism. Duke University Press. 2015. ISBN 978-0-8223-7520-3. Eingeweide, Pillen, Feminismus. Zürich, Edition Patrick Frey Essays, Band 2. 2021, mit einem Vorwort von Peter Schneider, übersetzt von Herwig Engelmann. ISBN 978-3-907236-36-9
Einzelnachweise
Kategorie:Philosoph (21. Jahrhundert) Kategorie:Person (Feminismus) Kategorie:Hochschullehrer (Emory University) Kategorie:Absolvent der Universität Sydney Kategorie:Australier Kategorie:Geboren 1964 Kategorie:Frau