Die Pauluskirche ist eine evangelische Pfarrkirche in Maubach, einem Stadtteil der Großen Kreisstadt Backnang im baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis. Die Kirchengemeinde Waldrems-Heiningen-MaubachEvangelische Kirchengemeinde Waldrems-Heiningen-Maubach gehört innerhalb der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Backnang zum Kirchenbezirk Backnang der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Das Bauwerk wurde von 1958 bis 1959 nach Plänen von Oberbaurat Walter Zoller (Stuttgart) in der Feldkircher Straße errichtet und ist nach dem Apostel Paulus von Tarsus benannt.
Geschichte Obwohl Maubach schon 1245 in einer von Papst Innozenz IV. ausgestellten Urkunde erwähnt wurde, besaß das Dorf keine eigene Kirche. Es gibt jedoch Hinweise auf eine Kapelle nördlich des Dorfs. An diese erinnert noch der Flurname Käppelesgrund und die Straße Zum Käppelesgrund. Möglicherweise wurde die Kapelle auch von den Einwohnern des benachbarten Germannsweiler benutzt. Es dürfte sich um ein bescheidenes Gebäude ähnlich der (abgegangenen) Kapellen von Heiningen und Unterschöntal gehandelt haben. Dieses Gotteshaus ging wohl nach der Einführung der Reformation (1535) oder während des Dreißigjährigen Kriegs (1618–1648) ab und wurde nicht wiederaufgebaut.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Flucht und Vertreibung von Millionen Menschen aus den Ostgebieten des Deutschen Reichs nahm die Bevölkerung Maubachs stark zu. Der gleichzeitige Niedergang der Landwirtschaft ermöglichte die Ausweisung von großzügigen Wohnsiedlungen und Gewerbegebieten. Weil die Zahl der Kirchgänger wuchs, beschloss der Kirchengemeinderat der Stiftskirche St. Pankratius, zu deren Bezirk Maubach gehörte, den Kauf eines Grundstückes am östlichen Ortsrand. Im selben Jahr (1956) wurde für die drei Dörfer Waldrems, Heiningen und Maubach eine eigene Pfarrei eingerichtet. Erster Pfarrer wurde Günter Roller, der den Bau der neuen Kirche tatkräftig vorantrieb. 1957 begannen die Planungen, die Baurat Zoller (Stuttgart-Untertürkheim) übergeben wurden.
Am 1. November 1959 wurde die neue Maubacher Kirche in einem Festgottesdienst eingeweiht und nach dem Apostel Paulus benannt. Fast zeitgleich wurde die Auferstehungskirche in Waldrems fertiggestellt.
Die Bauarbeiten wurden von zahlreichen Freiwilligen und durch viele Spenden aus der Bevölkerung unterstützt.
Architektur und Ausstattung Die geostete Pauluskirche wurde als modernes Gemeindezentrum geplant und fügt sich fast unauffällig in ihre Umgebung ein. Sie ist eine einfache Saalkirche mit Satteldach, Dachreiter und Geläut. Der vergoldete Turmhahn soll die Gläubigen zu mutigem Bekenntnis anregen . Das Altarfenster wurde von dem Tübinger Künstler Wilhelm Pfeiffer (1918–1991) gestaltet.
Gemeindehaus Da die Bevölkerung Maubachs durch Ausweisung weiterer Wohngebiete stark wuchs, wurde im Jahr 2000 das Gemeindezentrum um ein neues Gemeindehaus mit Jugend- und Versammlungsräumen ergänzt. Es wurde am 24. September 2000 eingeweiht.
Literatur Manfred Holz [Red.], Wolfgang Irg [Ill.]: Festschrift 50 Jahre Auferstehungskirche Waldrems-Heiningen, Pauluskirche Maubach 1959 - 2009. (Hrsg.) Evangelische Kirchengemeinde Waldrems, Maubach, Heiningen; Backnang-Waldrems 2009. Hans-Jörg Gabler: 50 Jahre Pauluskirche Maubach und Auferstehungskirche Waldrems-Heiningen. In: Backnanger Jahrbuch, Band 18, Backnang 2010, S. 270–271.
Einzelnachweise
Maubach Kategorie:Kirchengebäude in Backnang Maubach Kategorie:Erbaut 1959 Maubach Kategorie:Bauwerk der Moderne im Rems-Murr-Kreis Gemeindezentrum Maubach Maubach Maubach