mini|hochkant|Hans Draeger (1933) Hans Draeger (* 2. April 1896 in Malchow; † 28. April 1945 in Berlin-Charlottenburg) war ein deutscher NSDAP-Funktionär und Ministerialbeamter.
Werdegang mini|links|Josef Terboven, Hans Heinrich Lammers, Vidkun Quisling, Franz Seldte und Hans Draeger (1942, v. l. n. r.) Draeger studierte Staatswissenschaften, Geschichte und Philosophie an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Er kämpfte zwei Jahre lang als Soldat im Ersten Weltkrieg. Von 1920 bis 1921 war er Referent bei der Rheinischen Volkspflege, eine Teilorganisation der Reichszentrale für Heimatdienst, die gegen die alliierte Rheinlandbesetzung agitierte. Ab 1921 war er nebenamtlich für den Arbeitsausschuss Deutscher Verbände tätig, dessen Hauptaufgabe darin bestand, die Behauptung der Unschuld Deutschlands am Ersten Weltkrieg zu verbreiten. Ab 1923 war er geschäftsführendes Vorstandsmitglied bzw. Vizepräsident des Arbeitsausschusses Deutscher Verbände. 1928 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Thüringischen Landesuniversität Jena verliehen. Ab 1930 war er zusätzlich Leiter der Vereinigung Carl Schurz.
Draeger trat zum 1. Januar 1932 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 854.700).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/6771166 1933 wurde er zu ehrenamtlicher Tätigkeit ins Auswärtige Amt berufen. Im selben Jahr wurde er Abteilungsleiter im Wehrpolitischen Amt der NSDAP-Reichsleitung unter Franz Ritter von Epp. Später wurde er als Ministerialdirigent Büroleiter des Ministerbüros von Reichsinnenminister Wilhelm Frick. Zudem war er Präsident der Nordischen Verbindungsstelle in Berlin. Von Januar 1944 bis 1945 war Draeger Leiter der Auslandsabteilung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.
Werke (Auswahl) mini|hochkant|Einband von Draegers Buch Anklage und Widerlegung (1928) Die deutsche Revisionsbewegung, ihre bisherige Entwicklung und künftigen Ziele. (1927) Anklage und Widerlegung. Taschenbuch zur Kriegsschuldfrage. (1928) Zehn Jahre Versailles (Hrsg., zusammen mit Heinrich Schnee), 3 Bände, Brückenverlag, Berlin 1929/30. Der Arbeitsausschuß Deutscher Verbände 1921–1931. (1931) als Hrsg.: Gouverneur Schnee: Ein Künder und Mehrer deutscher Geltung. Zu seinem 60. Geburtstag. (1931) Gleiches Recht für Deutschland! (1932) Der Vertrag von Versailles. Die Grundursache der deutschen Not. (1933) Von Versailles zur Gleichberechtigung. (1934)
Literatur Draeger, Hans. In: Robert Volz: Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild. Band 1: A–K. Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930, . Draeger, Hans. In: Herrmann A. L. Degener: Degeners Wer ist’s?, X. Ausgabe, Verlag Herrmann Degener, Berlin 1935, S. 318. Draeger, Hans. In: Erich Stockhorst: Fünftausend Köpfe. Wer war was im Dritten Reich, Kiel 1985, S. 112. Stephan Lehnstaedt: Das Reichsministerium des Innern unter Heinrich Himmler 1943–1945. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Bd. 54, 2006, Heft 4, S. 639–672 (PDF).
Weblinks
Hans Draeger auf der Website des Projekts Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien Personenregistereintrag von Hans Draeger in der Edition Akten der Reichskanzlei
Einzelnachweise
Kategorie:Ministerialdirigent (NS-Staat) Kategorie:Person der NS-Propaganda Kategorie:NSDAP-Funktionär Kategorie:Ehrendoktor der Friedrich-Schiller-Universität Jena Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1896 Kategorie:Gestorben 1945 Kategorie:Mann