I Was a Teenage Sex Pistol ist ein US-amerikanischer Dokumentarfilm von Andre Relis und Nick Mead über Glen Matlock, den ursprünglichen Bassisten der Sex Pistols. Der Film basiert auf Matlocks gleichnamigen Memoiren und stellt die Geschichte der Band aus seiner Perspektive dar. Im Mittelpunkt stehen die Entstehung der Sex Pistols, die britische Punkszene der 1970er-Jahre, Matlocks Rolle als Mitautor zahlreicher Stücke des Albums Never Mind the Bollocks, Here’s the Sex Pistols sowie sein Ausscheiden aus der Band.
Inhalt mini|links|hochkant|Glen Matlock 1977 bei einem Auftritt mit den Sex Pistols Der Dokumentarfilm verbindet verschiedene Interviews mit Archivmaterial über die Sex Pistols und ordnet die kurze Karriere der Band als Teil einer breiteren kulturellen Bewegung ein. In dem Film schildert Glen Matlock die Frühgeschichte der Sex Pistols aus seiner eigenen Sicht. Ausgangspunkte sind seine Jugend in London, seine Begegnung mit dem Umfeld von Malcolm McLaren und Vivienne Westwood sowie die Entstehung der Band im Umfeld von deren Londoner Laden. Der Film ordnet die Anfänge der Sex Pistols in die gesellschaftliche Situation Großbritanniens der 1970er-Jahre ein, die von wirtschaftlichen Krisen, Arbeitslosigkeit, politischen Spannungen und einer wachsenden Unzufriedenheit junger Menschen geprägt war.
Matlock beschreibt seine Zusammenarbeit mit Steve Jones, Paul Cook und John Lydon, die ersten Auftritte der Band und die Entwicklung ihres musikalischen und ästhetischen Auftretens. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Matlocks Beitrag zum Songwriting der Gruppe. Der Film hebt hervor, dass er an einem Großteil der Stücke des Albums Never Mind the Bollocks, Here’s the Sex Pistols beteiligt war, seine Rolle in der öffentlichen Wahrnehmung der Band jedoch häufig hinter der späteren Legende um Lydon, McLaren und Sid Vicious zurücktrat. Thematisiert wird auch Matlocks Ausscheiden aus der Band und der Film stellt die verbreitete Darstellung, Matlock sei wegen seiner Vorliebe für die Beatles aus den Sex Pistols gedrängt worden, als verkürzte oder irreführende Legende dar. Matlock schildert demgegenüber Spannungen innerhalb der Band, seine schwierige Beziehung zu Lydon und die Rolle McLarens bei der öffentlichen Darstellung seines Abgangs.
Im Anschluss wird auf den Eintritt von Sid Vicious, die weitere Eskalation der Bandgeschichte und den frühen Zerfall der Sex Pistols eingegangen. Neben Matlock kommen unter anderem frühere Weggefährten und Musiker zu Wort, darunter Steve Jones, Paul Cook, Billy Idol, Debbie Harry und weitere Zeitzeugen aus dem Punk- und Rockumfeld.
Produktion und Veröffentlichung I Was a Teenage Sex Pistol wurde von Andre Relis und Nick Mead inszeniert. Als Grundlage diente Glen Matlocks 1990 bei Omnibus Press erschienenes, gleichnamiges Buch, in dem Matlock seine Zeit als Gründungsmitglied und ursprünglicher Bassist der Sex Pistols schildert. Der vom Buch übernommene Filmtitel erinnert an Titel US-amerikanischer Teenager-Horrorfilme der 1950er-Jahre wie I Was a Teenage Werewolf und I Was a Teenage Frankenstein.
Auch in dem dem Film zugrunde liegenden Buch schildert Matlock die Entstehung der Band im Umfeld von Malcolm McLaren und Vivienne Westwoods Londoner Modeladen sowie die internen Konflikte, die zu seinem Ausscheiden führten. Spätere Ausgaben des Buches wurden erweitert, die 2012 bei Rocket 88 erschienene zweite Ausgabe enthält unter anderem Material zu den Reunion-Tourneen der Sex Pistols von 1996 und 2002.
In Großbritannien wurde der Film am 6. November 2025 auf Sky Arts ausgestrahlt; anschließend sollte er dort ab dem 8. November 2025 über Amazon und Apple TV verfügbar sein. VMI Worldwide gab im Mai 2026 bekannt, dass der Film in den Vereinigten Staaten ab dem 26. Mai 2026 digital zum Kauf und zur Leihe veröffentlicht werde.
Rezeption Das Braunschweig International Film Festival beschrieb den Film als Dokumentation, in der Matlock über die Anfänge der Sex Pistols und die britische Punkszene spreche. Die Erinnerungen Matlocks würden mit Archivmaterial verbunden; daneben kämen unter anderem Steve Jones, Paul Cook, Billy Idol und Debbie Harry als Zeitzeugen zu Wort.
Das Film Fest Gent bezeichnete I Was a Teenage Sex Pistol als Dokumentarfilm über die Punk-Revolution, der auf Matlocks Memoiren beruhe und persönliche Einsichten mit einer kulturgeschichtlichen Perspektive verbinde. Der Film zeichne ein Bild des rebellischen Geistes im Großbritannien der 1970er-Jahre und würdige die Stimmen einer prägenden Generation.
Die deutsche Ausgabe des Rolling Stone berichtete anlässlich der digitalen Veröffentlichung, dass der Film die Punk-Geschichte aus Matlocks Sicht erzähle und ab dem 26. Mai 2026 digital erhältlich sei.
Belege
Literatur Glen Matlock, Pete Silverton: I Was a Teenage Sex Pistol. Omnibus Press, London 1990, ISBN 978-0-7119-1817-7.
Weblinks
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