mini|Marius Müller (1981)
Marius Müller (* 20. August 1958 in Oslo; † 14. März 1999 in Oslo) war ein norwegischer Sänger und Songwriter, Gitarrist, Fernseh- und Hörfunkmoderator und Musikproduzent.
Leben Müller gründete seine erste Band mit zwölf Jahren und arbeitete bereits sechzehnjährig professionell als Gitarrist. Sein Solodebüt gab er mit der Single Den du veit, die 1981 ein landesweiter Hit wurde, und dem gleichnamigen Album. Diesem folgten fünf weitere Soloalben, darunter The Big Beat (1985) und Boom Boom (1987) mit englischsprachigem Rock und das Instrumentalalbum Seks (1995).
Mit dem Bassisten Pål Reinertsen und den im Wechsel eingesetzten Schlagzeugern Totto Hansen oder Per Hillestad gründete er das Trio Funhouse, dessen gleichnamiges Debütalbum 1990 erschien. Insgesamt veröffentlichte er sechs Alben mit Funhouse. Daneben begleitete er Musiker wie Jahn Teigen, Trond Granlund und Cornelis Vreeswijk und war zeitweise Mitglied der Bands Salt & Pepper (1979), Lava (1980–1981) und Smaa Hender. Seine Duettpartnerinnen waren u. a. Claudia Scott, Hilde Heltberg und Arja Saijonmaa. Bis 1995 war er als Musiker und Produzent regelmäßig an den Aufnahmen von Tom Mathisen & Herodes Falsk beteiligt.
Als Moderator arbeitete Müller für Fernseh- und Hörfunkproduktionen (u. a. Herreavdelingen). Außerdem arbeitete er häufig als Studiomusiker und komponierte die Musik zu Sølve Skagens Film Hard asfalt und Nils Gaups Pathfinder (Ofelaš bzw. Veiviseren). 1999 starb er während einer Autofahrt an einem Herzinfarkt. An seinem ersten Todestag wurde er mit dem Kompilationsalbum Marius Müller sowie einem Konzert geehrt, bei dem viele der bedeutendsten Musiker Norwegens gemeinsam auftraten. Das Album erreichte den dritten Platz in der VG-lista. Die Gruppe Funhouse hatte 2022 in der Besetzung Reinertsen, Hansen und Hillestad ein Comeback.
Diskographie Soloalben Den du veit (1981) Er’e så nøye ’a (1982) Marius (1983) The Big Beat (1985) Boom Boom (1987) Seks (1995) Marius Müller (Kompilation, 2000)
mit Funhouse Funhouse (1990) Maximum (1991) Big (1993) Plugged! (1994) Det Norske Huset (1997) Plugged 2 – Rett og slett (2009)
Quellen Store Norske Leksikon: Marius Müller
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