Andrzej Różan Terlecki (* 2. November 1952 in Łódź; † 24. Juli 2012) war ein polnischer Politiker (KPN, PO). Er gehörte von 1991 bis 1993 dem Sejm der Republik Polen in der I. Wahlperiode an.
Leben und Beruf mini|hochkant|Grab von Terlecki auf dem Doły-Friedhof in Łódź. Andrzej Terlecki absolvierte ein Studium der Polnischen Philologie an der Universität Łódź, das er 1977 abschloss. Später machte er sich selbständig. Von 1977 bis 1980 arbeitete er für die Lokalausgabe der Zeitung Życie Warszawy in Częstochowa. Später machte er sich selbständig und war Mitbegründer des Wirtschaftsverbandes Towarzystwo Gospodarcze Polska-Ukraina, deren Prüfungsausschuss er von 1999 bis 2003 leitete.
Terlecki war verheiratet und hatte eine Tochter. Er wurde auf dem Doły-Friedhof in Łódź beigesetzt.
Politik Terlecki engagierte sich im oppositionellen Komitet Obrony Robotników (KOR). Er gehörte 1977 zu den Unterzeichnern der Forderung des KOR zur Aufklärung des Todes des Studenten Stanisław Pyjas. Zudem schrieb er für die Untergrundzeitschrift „Aspekt“ der Ruch Obrony Praw Człowieka i Obywatela. Seit 1979 war er in der damals noch illegalen Konfederacja Polski Niepodległej (KPN) aktiv. Von September 1980 bis zur Verhängung des Kriegsrechts im Dezember 1981 gab er gemeinsam mit Stefan Niesiołowski die Zeitschrift „Solidarność Ziemi Łódzkiej“ der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność heraus. Dort verfasste er unter dem Kürzel A.R. Artikel zu historischen Themen. Nach Verhängung des Kriegsrechts wurde er in Sieradz interniert. Nach sieben Monaten wurde er freigelassen. Anschließend engagierte er sich weiter in den Untergrundstrukturen der Solidarność.
Bei den Selbstverwaltungswahlen 1999 wurde er für die KPN sowohl in den Stadtrat von Łódź, als auch in den Sejmik der Woiwodschaft Łódź gewählt. Beiden Gremien gehörte er bis 1994 an. Er wurde bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl für die KPN im Wahlkreis Łódź in den Sejm gewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 436. Bei der Wahl 1993 trat er nicht wieder an. 1994 verließ er die KPN.
Bei den Selbstverwaltungswahlen 2006 kandidierte er für die Platforma Obywatelska, der er inzwischen beigetreten war, für den Sejmik der zwischenzeitlich vergrößerten Woiwodschaft Łódź, wurde aber nicht gewählt.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. Juni 2026.
Ehrungen 2006 Goldenes Verdienstkreuz der Republik PolenVerleihnachricht in Monitor Polski 2007, Nr. 10, S. 168. 2012 Offizierskreuz des Ordens Polonia RestitutaVerleihnachricht in Monitor Polski 2011, Nr. 109, S. 7160. 2013 Ehrenpreis Zeuge der Geschichte des Instytut Pamięci Narodowej (postum)„VI edycja Nagrody Honorowej „Świadek Historii” – Łódź, 18 października 2018“ auf archiwum.ipn.gov.pl, abgerufen am 15. Juni 2026. 2017 Krzyż Wolności i Solidarności (postum)Verleihnachricht in Monitor Polski 2018, S. 35.
Weblinks
Biogram beim Sejm, abgerufen am 12. Mai 2025.
Einzelnachweise
Kategorie:Sejm-Abgeordneter (Dritte Republik) Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:KPN-Mitglied Kategorie:PO-Mitglied Kategorie:Träger des Ordens Polonia Restituta (Offizier) Kategorie:Träger des Goldenen Verdienstkreuzes der Republik Polen Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1952 Kategorie:Gestorben 2012 Kategorie:Mann