Der Olivscheitel-Bandvogel (Melanopareia maximiliani, Syn.: Synallaxis maximiliani) ist eine Vogelart aus der Familie der Bandvögel (Melanopareiidae), die in Bolivien, in Paraguay und in Argentinien verbreitet ist. Der Bestand wird von der IUCN als nicht gefährdet (Least Concern) eingeschätzt.

Merkmale Der Olivscheitel-Bandvogel erreicht eine Körperlänge von 15,0 cm bei einem Gewicht von 16,7 bis 18,2 g. Adulte Vögel haben einen schmalen, hell beigefarbenen und fein schwarz gerahmten Überaugenstreif, der von der Schnabelbasis bis zum Hinterrand der Ohrdecken reicht, sowie schwarze Zügel und Kopfseiten. Der Oberkopf und die Oberseite sind olivbraun. Ein halb verdeckter weißer Fleck findet sich in der Rückenmitte. Die innere Armschwingen sind rötlich braun. Die Kehle ist tief gelbbraun. Ein schwarzer Halbmond ziert die Brust, der von unten durch ein kastanienbraunes Band begrenzt wird. Die übrige Unterseite ist ockerfarben, an den Flanken dunkler gefärbt. Die Iris ist dunkelbraun, der Schnabel schwarz, die basale Hälfte des Unterschnabels blaugrau und die Füße rosagrau oder rosabraun. Das Jugendkleid ist bisher nicht beschrieben.Niels Krabbe, u. a. (2020)

Lautäußerungen Der Gesang des Olivscheitel-Bandvogels ist laut, klangvoll und nimmt gewöhnlich an Lautstärke zu. Die Nominatform und M. m. argentina verfügen über zwei Gesangstypen. Der eine besteht aus tschak-Lauten im Frequenzbereich von 2 bis 2,3 kHz, die mit einer Rate von vier Lauten pro Sekunde entweder kontinuierlich oder in unregelmäßigen Serien von vier bis sechs Einheiten vorgetragen werden. Der andere ist ein 2,2 bis 2,5 kHz hoher tschi-Laut mit 5 bis 6 Tönen pro Sekunde. Diese werden in 3 bis 5 Sekunden langen Phrasen mit Pausen von 5 bis 9 Sekunden vorgetragen. Der Gesang von M. m. pallida ist mit 12 bis 13 Silben pro Sekunde deutlich schneller und weist eine andere Klangqualität auf. Der Ruf ist ein rasches tschit-tschak.

Fortpflanzung Der Olivscheitel-Bandvogels brütet in Argentinien von September bis Dezember. Im Departamento Cochabamba fand man ein aktives Nest im Oktober und fing kürzlich flügge gewordene Vögel im April. Zwei Nester von M. m. pallida wurden als jeweils kelchförmig, ca. 15 Zentimeter hoch und 13 Zentimeter breit, mit einem Innenraum von 9 Zentimeter Tiefe und 8 Zentimeter Breite beschrieben. Diese waren in einem Winkel von ca. 45° geneigt und aus Pflanzenfasern und Palmblättern gefertigt. Beide war bodennah verborgen. Eines war in niedrigem Gebüsch und eines im hohen Gras platziert. Ein Nest von M. m. argentina bestand aus einem 10 Zentimeter langen Tunnel in feinem Horstgras, welcher mit dickerem Gras ausgekleidet war. Ein Gelege umfasst zwei bis drei Eier. Diese sind 20 bis 23 mm × 16 bis 18,4 mm groß. Sie sind weiß mit kleinen schwarzen Punkten oder Flecken, bisweilen auch dunkel kastanienbraun und grau, am stumpferen Ende.

Verhalten und Ernährung Der Ernährung des Olivscheitel-Bandvogels ist bisher nicht untersucht. Er ist meist allein, seltener paarweise, unterwegs. Dabei hüpft er auf oder nahe dem Boden herum. Meist bleibt er dabei unter dichter Deckung versteckt.

Verbreitung und Lebensraum mini|Verbreitungsgebiet des Olivscheitel-Bandvogels (grün) Der Olivscheitel-Bandvogel bevorzugt trockenes Gestrüpp und Grasflächen mit vereinzelten kleinen Büschen. Dabei ist er meist in Höhenlagen von 1700 bis 2950 Meter unterwegs. In Argentinien kann er auch bis 1200 Meter vorkommen. M. m. pallida kommt nur in dichtem Sägegras in der Nähe der Ränder mit niedrigem Dickicht im Tiefland des Gran Chaco vor.

Migration Der Olivscheitel-Bandvogel ist vermutlich ein Standvogel.

Unterarten Es sind folgende Unterarten bekannt:. Melanopareia maximiliani maximiliani (, 1838)Alcide Dessalines d’Orbigny (1838), S. 247–248, Tafel 15 Abbildung 1 kommt in den Yungas im westlichen Bolivien im Departamento La Paz vor. Melanopareia maximiliani argentina (, 1907)Carl Eduard Hellmayr (1907), S. 74 kommt in Zentralbolivien bis ins nordwestliche Argentinien im westlichen Gebiet der Provinz Córdoba und dem nördlichen Gebiet der Provinz San Luis vor. Die Unterart ähnelt der Nominatform, ist jedoch auf der Unterseite heller. Melanopareia maximiliani pallida & , 1980Manuel Nores, u. a. (1980), S. 171 ist im südwestlichen Bolivien und dem Gran Chaco im westlichen Paraguay sowie im nördlichen Argentinien verbreitet. Die Subspezies ist insgesamt heller, mit zimtweißer Kehle, einer helleren Unterseite und einem eher schwärzlichen statt schwarzen Gesicht.

Etymologie und Forschungsgeschichte mini|Olivscheitel-Bandvogel illustriert von Édouard Traviès und gestochen von Christophe Annedouche als Teil der Originalbeschreibung Die Erstbeschreibung des Olivscheitel-Bandvogels erfolgte 1838 durch Alcide Dessalines d’Orbigny unter dem wissenschaftlichen Namen Synallaxis Maximiliani. Als Verbreitungsgebiet gab er den Cerro de Viscachalani im Departamento Cochabamba an.Zum Publikationsdatum siehe Edward C. Dickinson und Alain Lebossé (S. 108) das die Lieferung 36 am 12. November 1838 publiziert wurde. 1853 führte Heinrich Gottlieb Ludwig Reichenbach die für die Wissenschaft neue Gattung Melanopareia für den Olivscheitel-Bandvogel und den Rotnacken-Bandvogel (Melanopareia torquata (, 1831)) ein.Heinrich Gottlieb Ludwig Reichenbach (1918), S. 146 & 164–165. Dieser Begriff und ab.Melanopareia The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Das Artepitheton maximiliani ist Maximilian zu Wied-Neuwied gewidmet. Argentina bezieht sich auf Argentinien. Pallida hat seinen Ursprung in .pallida The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay keinen Balg zur Verfügung. In der Literatur betrachtete er in Monte SociedadArnaldo de Winkelried Bertoni (1930), S. 249. durch Arnaldo de Winkelried Bertoni den ersten richtigen Nachweis für das Land. Allerdings sah er in Cola aguada del pardo collar negroFélix de Azara (1805), S. 264–265. durch Félix de Azara eine frühere Erwähnung.Alfred Laubmann (1940), S. 26 Laubmann sah in Melanopareia maximiliani argentina die Unterart für das Land.Alfred Laubmann (1940), S. 26 Vermutlich ist aber M. m. pallida die einzige Unterart, die in Paraguay vorkommt.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Anmerkungen

Kategorie:Bandvögel