Królewo () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Morąg im Powiat Ostródzki.
Geographische Lage Królewo liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, sieben Kilometer nordwestlich der Stadt Morąg bzw. 29 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.
Geschichte Das heutige Królewo war ein Dorf und Gut bereits zur OrdenszeitDietrich Lange: Königsdorf, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005). Im Jahre 1361 wurde im damaligen Molsen dem nicht näher bezeichneten Herrmann Land als Dienstgut verliehen, 1448 war eben dieses Molsen im Zinsbuch des Ordens notiert.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Königsdorf (Landkreis Mohrungen) 1785 wurde der Ort als „königliches Bauerndorf“ mit 46 Feuerstellen und nach Hagenau eingepfarrt erwähnt, 1820 war es ein Schatulldorf mit 49 Feuerstellen bei 307 Einwohnern.
Als im Jahre 1874 der Amtsbezirk Hagenau im ostpreußischen Kreis Mohrungen errichtet wurde, gehörte Königsdorf zu den eingegliederten Orten.Rolf Jehke: Amtsbezirk Hagenau/Kahlau Bereits im Jahre 1882 wurden die Hagenauer Orte in den Amtsbezirk Kahlau umgegliedert, und der Amtsbezirk Hagenau wurde aufgelöst.
Die Zahl der Einwohner von Königsdorf stieg bis 1885 auf 531 und belief sich 1910 auf 483, 1933 auf 425 und 1939 auf 391.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Mohrungen
Das gesamte südliche Ostpreußen kam 1945 in Folge des Zweiten Weltkrieges zu Polen. Königsdorf bekam noch im gleichen Jahr die polnische Bezeichnung „Królewskia Wieś“, erhielt aber ab 1947 die Namensform „Królewo“. Heute ist das Dorf eine Ortschaft innerhalb der Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 waren in Królewo 271 Einwohner gemeldet.
Religion Königsdorf war bis 1945 in den Sprengel Hagenau der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Kahlau-Hagenau im Superintendenturbezirk Mohrungen im gleichnamigen Kirchenkreis innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Joseph in Mohrungen, Dekanat Pomesanien im damaligen Bistum Ermland.
Heute gehört Królewo evangelischerseits zur Kirchengemeinde in der Stadt Morąg, einer Filialgemeinde der Pfarrei Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen. In Królewo steht jetzt eine katholische der „Barmherzigkeit Gottes“ geweihte Kapelle, die als Filialkapelle der Pfarrei in Kalnik im Dekanat Morąg im Bistum Elbląg zugehört.Diecezja Elbląg: Parafia Kalnik (polnisch)
Verkehr Królewo liegt an einer Nebenstraße, die bei Kalnik von der Woiwodschaftsstraße 527 abzweigt und über Kępa Kalnicka in den Ort führt. Innerorts stößt sie auf eine Straße, die die Dörfer Zbożne und Anin verbindet.
Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.
Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Königsdorf
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Morąg