Heidemühle ist ein Wohnplatz im Ortsteil Münchehofe der Gemeinde Hoppegarten im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg.Auflistung als Wohnplatz im Kommunalverzeichnis Brandenburg; abgerufen am 25. Mai 2026
Geografische Lage Der Wohnplatz liegt im Südwesten der Gemarkung von Hoppegarten und grenzt im Westen an den Gemeindeteil Waldesruh an der Stadtgrenze von Berlin. Südwestlich von Heidemühle liegt der Wohnplatz Ravenstein. Die Erpe fließt östlich des Wohnplatzes in Richtung in die Spree. Das Gelände liegt auf einer Höhe von rund .Heidemühle, Brandenburgviewer, abgerufen am 25. Mai 2026.
Geschichte Die Heidemühle entstand als Mühlenstandort am Fredersdorfer Mühlenfließ bei Münchehofe und ist seit dem 15. Jahrhundert nachweisbar. 1434 wird sie als die Heidemul erwähnt, 1450 als die Heyde mole.Lieselott Enders (unter Mitarbeit von Margot Beck): Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VI, Barnim. Weimar 1980, S. 218. Die Mühle war im Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung, 1434, ein Leibgedinge des Pfarrers zu Köpenick. Zuvor war sie im Besitz des Berliner Bürgers Rathenow und fiel anschließend an den Markgrafen heim. Die Einkünfte waren an Heinz Donner vergeben, der um 1440 als Inhaber erscheint. 1452 und wohl auch 1457 ist die Mühle als Leibgedinge der Witwe Schönberg bezeugt, mit Angefällen für Schulbolz. Im Jahr 1488 gehörte die Mühle dem kurfürstlichen Türknecht Heinz Michel im Zusammenhang mit dem Dorf Münchehofe sowie der Ravensteinmühle. Von 1553 bis ins 17. Jahrhundert unterstand sie dem Gut Altglienicke im Teltow (über Münchehofe), danach bis ins 18. Jahrhundert dem Amt Köpenick und anschließend bis ins 19. Jahrhundert dem Gut Dahlwitz.
Die Mühle wird durchgehend als Wassermühle beschrieben: 1434: Mühle, gelegen am Fließ bei Münchehofe, 1450, 1553 und 1609 lediglich als Mühle. Im Jahr 1904 wurde sie als Wassermühle, ehemals zu Glienicke, dann zu Köpenick gehörig und in Erbpacht vergeben beschrieben. Im Jahr 1801 erschien sie als Wassermühle bei und zu Münchehofe gehörig; hinzu kam eine Feuerstelle. Im Jahr 1840 war sie eine Wassermühle mit zwei Wohnhäusern, 1860 eine Wassermühle mit zwei Wohn- und drei Wirtschaftsgebäuden (Getreide- und Sägemühle).
Verwaltungsmäßig gehörte die Heidemühle als Vorwerk zum Gutsbezirk Dahlwitz (um 1860 als Gemeinde Dahlwitz). Bis 1849 unterstand sie dem Patrimonialgericht Dahlwitz, von 1849 bis ins 19. Jahrhundert dem Gerichtsdeputierten Altlandsberg und anschließend bis 1952 dem Amtsgericht Altlandsberg.Lieselott Enders (unter Mitarbeit von Margot Beck): Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VI, Barnim. Weimar 1980, S. 219.
1928 wurde der Gutsbezirk Dahlwitz in die Gemeinde Dahlwitz-Hoppegarten eingegliedert. 1931 wird die Heidemühle als Kolonie geführt, 1932 und 1950 als Wohnplatz. Seit 1957 bzw. 1973 ist sie Ortsteil von Dahlwitz-Hoppegarten. Kirchlich war die Heidemühle nach Münchehofe eingepfarrt. und kam mit dem Zusammenschluss von Hönow und Münchehofe im Jahr 2003 zur neuen Gemeinde Hoppegarten.
Bevölkerungsentwicklung Einwohnerentwicklung in Heidemühle von 1801 bis 1925 Jahr 1801 1817 1840 1858 1925 Einwohner 8 11 12 9 40
Weblinks
Literatur Lieselott Enders (unter Mitarbeit von Margot Beck): Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VI, Barnim. S. 218 und 219, Weimar 1980
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Märkisch-Oderland Kategorie:Ersterwähnung 1434 Kategorie:Hoppegarten