mini|alt=Tsidii Le Loka. Porträt einer auffällig geschminkten Afrikanerin mit großen Augen, blitzenden Zähnen und einer Pagenfrisur.|Tsidii Le Loka (2011) Tsidii Le Loka-Lupindo (geb. 3. April 1968 in Lesotho) ist eine Schauspielerin, Sängerin und Komponistin aus Südafrika und dem Königreich Lesotho. Sie wurde bekannt durch ihre Rolle als Rafiki in der Broadway-Uraufführung des Disney-Musicals „Der König der Löwen“.

Leben Jugend und Ausbildung Tsidii Le Loka-Lupindo wurde am 3. April 1968 in Lesotho geboren. Ihr Vater war Professor (Lehrer) für Gesundheitserziehung und Geschichte und Literatur. Ihre Mutter stammt aus der Transkei, während ihr Vater aus Lesotho stammt; sie stammt ab Zulus ab. Sie war das dritte von vier Kindern und besuchte Anfang der 1970er-Jahre eine der ersten Privatschulen in Lesotho, die Schüler aller Hautfarben integrierten. Mit 16 Jahren zog Le Loka nach Johannesburg, Südafrika, um für eine Gesangsgruppe vorzusingen. Sie trat mit der Gruppe South of Sahara auf, wo sie von Anneline Malebo, einem ehemaligen Mitglied der Gruppe Joy, gefördert wurde.Kimberly Burge: The Born Frees: Writing with the Girls of Guglethu. W.W. Norton & Company, New York NY 2015. ISBN 978-0393239164Max Mojapelo: Beyond Memory: Recording the History, Moments, and Memories of South African Music. African Minds, Kapstadt 2008: S. 118. ISBN 978-1-920355-90-6 Zusammen mit Malebo und Faith Shadi Kekana gründete Le Loka die Gruppe Shadiii und veröffentlichte 1985 die Maxi-Single „Yes I’m Gonna Give It Up“, produziert von Sizwe Zakho. Le Loka sammelte außerdem Erfahrung als Kabarettistin in Johannesburg, bevor sie 1991 in die Vereinigten Staaten zog.

Le Loka begann 1991 ein Studium der Wirtschaftswissenschaften und Musik an der University of Massachusetts Amherst, welches sie im Juli 1996, kurz vor ihrem Abschluss, abbrach, um die Rolle der Rafiki im Broadway-Musical „Der König der Löwen“ zu übernehmen. Als Studentin trat sie für Desmond Tutu auf, tourte kurz mit Harry Belafonte und nahm Musik mit Dozenten sowie den Jazzmusikern Max Roach und Yusef Lateef auf. Später schloss sie ihr Studium an der UMass mit Auszeichnung (magna cum laude) ab. Sie belegte außerdem Zusatzkurse am Berklee College of Music und erwarb später ein Diplom in Sprechkunst und Schauspiel am Trinity College of Music in London.

Le Loka spricht Englisch, Sesotho, Swahili, Zulu und Xhosa.

Theater 1996 wurde Le Loka für die Rolle der Rafiki in der ersten Broadway-Besetzung von „Der König der Löwen“ besetzt, nachdem sie mit „Congo“, einer Adaption eines tansanischen Volksliedes von Miriam Makeba, vorgesprochen hatte. Sie zog nach Minnesota, um für das Musical zu proben, und anschließend nach New York City, als die Show 1997 Premiere feierte. Produziert wurde sie von Disney und inszeniert von Julie Taymor. Für ihre Darstellung erhielt Tsidii den Drama Desk Award, den Drama League Award und den Outer Critics Circle Award als Beste Nebendarstellerin in einem Musical und wurde für einen Tony Award nominiert. Le Loka schrieb und komponierte außerdem ein Originalstück für das Musical, „Rafiki Mourns“ („Rafiki trauert“), als einziges Mitglied des Ensembles. 1998 verließ Le Loka das Ensemble und wurde in der Rolle durch die südafrikanische Sängerin Thuli Dumakude ersetzt.

1999 spielte Le Loka die Bloody Mary im Musical South Pacific am Dallas Theater Center. Für diese Rolle wurde sie für den Leon Rabin Award als Beste Hauptdarstellerin in einem Musical nominiert.

Le Loka wirkte im Jahr 2000 an der Broadway-Produktion „Riverdance“ mit und trat dort als Gaststar auf, unter anderem mit dem irischen Star Brian Kennedy.

Am 25. Mai 2000 wurde ihr von der British Academy of Composers and Songwriters der Ivor Novello Award für internationale Verdienste im Bereich Musiktheater verliehen. Sie war die erste Frau südafrikanischer Herkunft, der diese Auszeichnung zuteilwurde.

Weitere Rollen Zu Le Lokas Film- und Fernsehrollen zählen Auftritte in den beiden Fernsehfilmen „Stephen Kings Haus der Verdammnis“ („Rose Red“) von Stephen King und „Das Tagebuch der Ellen Rimbauer“ („The Diary of Ellen Rimbauer“) sowie in der Serie „Law & Order“. Ihr Fernsehspecial „Caught In The Act“ auf WGBY wurde mit dem Iris Award als beste lokale Sendung ausgezeichnet. Das Konzertspecial „Tsidii Le Loka In Concert“ wurde auf TBS ausgestrahlt. Sie wurde eingeladen, nach Nelson Mandelas Haftentlassung auf seiner ersten internationalen Pressekonferenz in Johannesburg aufzutreten.

Sie trat auch in „Canciones Antes una Guerra / Lieder vor dem Krieg“ mit der Flamenco-Kompanie von María Pagés auf.

2004 veröffentlichte Le Loka ein Album mit dem Titel „Here’s to the Night“.

2018 rief der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio den 26. September zum Tsidii-Le-Loka-Tag aus, um ihr Wirken als Künstlerin und Humanistin zu würdigen.

Alben The Lion King On Broadway. mit Tsidii, Heather Headley, Jason Raize, Sam Wright & co Yusef Lateef: Heart Vision. mit Tsidii und Neenna Freelon Bob Beldon: When Doves Cry. mit Tsidii, Casandra Wilson, Fareed Haque & al. Riverdance On Broadway. mit Tsidii, Brian Kennedy und Riverdance Company Here’s To The Night. Shadiii: Livin It Up. mit Tsidii, Anneline Malebo, Faith Kekana Shadiii: Last Chance. mit Tsidii, Anneline Malebo, Faith Kekana

Ehrungen Tsidii Le Loka day 2018, Ehrung von Bürgermeister Bill de Blasio am 26. September. 1998 Drama Desk Award: Drama Desk Award for Outstanding Featured Actress in a Musical, The Lion King 1998 Drama League Award 1998 Outer Critics Circle Award 1998 Tony Award nominierung als Best Featured Actress in a Musical 1999 Leon Rabin Award 2000 Ivor Novello Award

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Einzelnachweise

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