mini|Gustav Kogel, um 1885 Gustav Friedrich Kogel (* 16. Januar 1849 in Leipzig; † 13. November 1921 in Frankfurt am Main) war ein überwiegend in Leipzig und Frankfurt am Main wirkender deutscher Komponist, Dirigent, Pianist, Arrangeur und Musiklehrer.
Leben und Wirken Er wurde als Sohn des Gewandhausmusikers Gottlob Friedrich Kogel (1812–1896) geboren und besuchte von 1863 bis 1867 in seiner Geburtsstadt u. a. bei Ignaz Moscheles, Ferdinand David, Carl Reinecke und Moritz Hauptmann das Conservatorium der Musik. Nach dem Musikstudium arbeitete er zunächst im Elsass und Anfang der 1870er Jahre an der Leipziger Akademie für Tonkunst als Musiklehrer. Von 1874 bis 1886 hatte er Stationen als Theaterkapellmeister in Nürnberg, Dortmund, Gent, Aachen, Köln und Leipzig. Zwischen 1887 und 1891 war er unter Hans von Bülow als Dirigent für das Berliner Philharmonische Orchester tätig. In seiner Berliner Zeit lehrte er auch Dirigieren an der Königlichen akademischen Hochschule für Musik. 1891 siedelte er nach Frankfurt am Main über und fungierte bis 1903 als Chef der Frankfurter Museumskonzerte, zugleich begründete dort auch die Tradition der Sonntagskonzerte. 1895 wurde Kogel Präsident des Frankfurter Tonkünstlervereins Leyerkasten.
Nach seinem Ausscheiden aus der Frankfurter Museums-Gesellschaft wirkte Kogel zwischen 1903 und 1905 zeitweilig als Gastdirigent bei den New Yorker Philharmonikern. Von 1907 bis zu seinem Ruhestand 1917 war er als Dirigent beim Wiesbadener Cäcilienverein (Chor der Stadt Wiesbaden) angestellt. In dieser Zeit führten ihn weitere Gastdirigentschaften 1908 nach Sankt Petersburg und 1909 nach Amsterdam zum Concertgebouw-Orchester mini|Albert Lortzing: Der Waffenschmied, rev. von Gustav Kogel. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1890 Kogels Bekanntheit rührt neben seiner Arbeit als Orchesterleiter außerdem von seiner Herausgabe von Arrangements von Partituren und Klavierauszügen aus Opern und Oratorien her, auch wenn er selbst verschiedene Klavierwerke verfasst hat. Die Werke wurden zwischen 1878 und 1914 bei der Edition Peters, bei Breitkopf & Härtel oder bei C. G. Röder herausgegeben.
Kogel war mit Elisabeth, geb. Nickisch (um 1860–1927) verheiratet.
Werke (Auswahl) Fugen, Klavier (Es-Dur). Ca. 1866, . Fugen, Klavier (f-Moll). Ca. 1866, . Ouvertüren, Orchester (Es-Dur). Ca. 1867, . Tonstücke, op. 4. 1873, . Walzer, op. 2. 1873, .
Literatur Kogel, Gust. Frdr. In: Paul Frank (Begr.), Wilhelm Altmann (Bearb.): Kurzgefaßtes Tonkünstler-Lexikon. Für Musiker und Freunde der Musik. Teil 1. 15. Auflage, Neudruck der Ausgabe von 1936. Heinrichshofen, Wilhelmshaven 1983, ISBN 978-3-7959-0083-0, S. 310.
Wilhelm Kosch: Kogel, Gustav. In: Ders.: Deutsches Theater-Lexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. Band 2: Hurka – Pallenberg. Kleinmayr, Klagenfurt und Wien 1960, ISBN 978-3-907820-28-5, S. 1057.
Weblinks
Sabine Hock: , sowie in:
Einzelnachweise
Kategorie:Dirigent Kategorie:Pianist Kategorie:Kapellmeister (Leipzig) Kategorie:Kapellmeister (Aachen) Kategorie:Kapellmeister (Köln) Kategorie:Kapellmeister (Frankfurt am Main) Kategorie:Mitglied der Berliner Philharmoniker Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1849 Kategorie:Gestorben 1921 Kategorie:Mann