mini|hochkant|Faltblatt Zugbegleiter des Wiener Symphonikers aus dem Jahr 1992 Der SuperCity, meist mit Binnenmajuskel geschrieben und SC abgekürzt, war eine Zuggattung des Schienenpersonenfernverkehrs in Österreich. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) führten sie, zusammen mit dem damals gleichfalls neuen Intercity (IC), zum großen Fahrplanwechsel am 2. Juni 1991 ein – dem ersten Tag des Neuen Austrotakts (NAT). Damals wurden alle Expresszüge (Ex) durch IC und SC ersetzt. Hierbei stellten erstere das Regelangebot im Taktfahrplan dar, während letztere zusätzlich auf ausgewählten Relationen, außerhalb des Takts und nur in Tagesrandlagen sowie mit weniger Zwischenhalten, von und nach Wien verkehrten. Die prestigeträchtigen Paradezüge wurde dabei mit dem Slogan „Morgens hin, abends heim“ beworben.

Die SC-Züge waren, analog zum 1987 eingeführten Eurocity (EC), ausschließlich mit klimatisierten Wagen sowie einem Speisewagen und einem Wertkarten-Zugtelefon ausgestattet und stellten vorübergehend das Spitzenprodukt der Staatsbahn dar. Ihre Höchstgeschwindigkeit betrug 160 km/h, beziehungsweise bei Einsatz der Triebzüge der Reihe 4010 nur 150 km/h, während der Intercity damals nur maximal 140 km/h erreichte.

Wie beim Eurocity war die erste Wagenklasse auch im Supercity zuschlagpflichtig. Der Aufpreis betrug ebenfalls 50 Schilling,Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich, Ausgabe vom 21. Juni 1991, online auf ris.bka.gv.at, abgerufen am 13. Juni 2026 wobei die Platzreservierung auf Wunsch auch beim SC bereits inbegriffen war. Zusätzliche Serviceleistungen in der ersten Klasse waren eine Am-Platz-Bedienung und die Auslage von Tageszeitungen, teilweise standen Geschäftsreisenden auch sogenannte Managerabteile zur Verfügung. Es verkehrten folgende sieben SuperCity-Züge:

Name Zugnummern Zuglauf Rollmaterial Verkehrzeiten Fahrzeit im Fahrplan 1991/1992 Fahrzeit im Fahrplan 1995/1996 Landskron zunächst SC 132,später SC 932 Villach Hbf–Wien Südbahnhof Reihe 4010 morgens an Werktagen 3 Stunden 59 Minuten 4 Stunden 4 Minuten Dobratsch zunächst SC 138,später SC 938 Villach Hbf–Wien Südbahnhof Reihe 1044 mit Eurofima-Wagen abends an Sonntagen 4 Stunden 10 Minuten 4 Stunden 16 Minuten Styria zunächst SC 150,später SC 950 Graz Hbf–Wien Südbahnhof Reihe 4010 morgens an Werktagen 2 Stunden 23 Minuten 2 Stunden 23 Minuten Wiener Philharmoniker zunächst SC 180/181,später SC 966/967 Innsbruck Hbf–Wien WestbahnhofWien Westbahnhof–Innsbruck Hbf Reihe 1044 mit Eurofima-Wagen morgensabends 4 Stunden 41 Minuten4 Stunden 39 Minuten 4 Stunden 41 Minuten4 Stunden 39 Minuten Wiener Symphoniker zunächst SC 188/189,später SC 968/969 Wien Westbahnhof–BregenzBregenz–Wien Westbahnhof Reihe 1044 mit Eurofima-Wagen abends 7 Stunden 23 Minuten7 Stunden 40 Minuten 7 Stunden 21 Minuten7 Stunden 40 Minuten

Im Rahmen des Korridorverkehrs über die Rosenheimer Schleife verkehrte der SuperCity somit, ohne Halt, auch durch Deutschland. Mit Beginn des Sommerfahrplans am 2. Juni 1996 wandelten die ÖBB schließlich auch ihre SuperCity-Züge in Intercity-Züge um, womit in Österreich generell die Zuschlagpflicht entfiel. Lediglich der Wiener Philharmoniker wurde – obwohl er weiterhin keine einzige Station im Ausland bediente – zu einem Eurocity.

Weblinks Herbert Kröll: 20 Jahre Intercity in Österreich, online auf jimcontent.com, abgerufen am 10. Juni 2026 Übersicht der SuperCity-Verbindungen im Fahrplanjahr 1994/1995 auf vagonweb.cz

Einzelnachweise

Kategorie:Zuggattung im Personenverkehr (Österreich) Kategorie:Österreichische Bundesbahnen