Aage Gudmund Hatt (* 1. Oktober 1884 in Vildbjerg, Dänemark; † 27. Januar 1960 in Kopenhagen) war ein dänischer Ethnologe, Kulturgeograph und Archäologe. Von 1929 bis 1947 war er Professor für Kulturgeographie an der Universität Kopenhagen. Er gilt als erster Wissenschaftler, der eine detaillierte Vergleichsanalyse zwischen den Angehörigen nordischer Völker vornahm.
1905 ging Hatt in die USA, um die Lebensweise der Cherokee zu studieren. Anschließend studierte er von 1906 bis 1907 an der Universität Harvard Ethnologie. 1908 ging er zurück nach Dänemark und schloss 1911 sein Studium ab. Ab 1919 arbeitete er in der Abteilung Ethnographie des Nationalmuseums. Ab 1923 war er als Dozent an der Universität Kopenhagen tätig, ehe er 1929 einem Ruf auf die Professur für Kulturgeographie ebendort folgte. In dieser Position verblieb er bis 1947, als er aufgrund seiner Nähe zur NS-Ideologie aus dem Dienst entlassen wurde. Hatt starb am 27. Januar 1960 in der dänischen Hauptstadt.
Gudmund Hatt war seit 1911 verheiratet mit der Malerin und Ethnologin Emilie Demant-Hatt.
Veröffentlichungen (Auswahl) Östersjö-problem. Dagens Böcker, Malmö 1941. Makter och maktsfärer. Dagens Böcker, Malmö 1942.
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Geograph (20. Jahrhundert) Kategorie:Ethnologe Kategorie:Prähistoriker Kategorie:Hochschullehrer (Universität Kopenhagen) Kategorie:Däne Kategorie:Geboren 1884 Kategorie:Gestorben 1960 Kategorie:Mann