mini|Kleine Schulstraße, 2026 mini|Blick von Osten, 2026 mini|Blick von Westen in die Kleine Schulstraße, 2024 Die Kleine Schulstraße ist eine Straße in Magdeburg in Sachsen-Anhalt.
Lage und Verlauf Die Straße befindet sich im nördlichen Teil der Magdeburger Altstadt. Sie verläuft von der Mühlenstraße aus nach Osten, wo sie für den Fahrzeugverkehr als Sackgasse in einem Wendekreis endet. Fußläufig führt die Straße über einen Fußweg und eine Treppe weiter nach Osten, bis sie nach insgesamt etwa 200 Metern auf das Schleinufer trifft.
Historisch verlief die Straße von der westlich gelegenen Neustädter Straße im Westen zum Alten Fischerufer im Osten.
Die insgesamt lückenhafte Hausnummerierung beginnt am südwestlichen Ende der Straße und verläuft von dort aufsteigend auf der Südseite nach Osten. Beginnend mit der Nummer 18 verläuft die Nummerierung dann auf der Nordseite wieder nach Westen bis zur Nummer 32.
Geschichte Als ältester Name der Straße ist aus dem Jahr 1552 die Bezeichnung Große Lakenmacherstraße überliefert. Der Name ging auf das Innungshaus der Lakenmacher zurück, das sich an der Einmündung der Straße auf die Neustädter Straße, an der Adresse Neustädter Straße 16 befand. Sowohl in der Großen Lakenmacherstraße als auch in der südlich parallel verlaufenden Kleinen Lakenmacherstraße, der späteren Kameelstraße, befanden sich auch die Bleichplätze der Lakenmacher. Nach der Zerstörung der Stadt Magdeburg im Jahr 1631 endete die Nutzung durch die Lakenmacher. Der Straßenname blieb jedoch bis ins 18. Jahrhundert gebräuchlich. Bis 1631 bestand am östlichen Ende der Straße, am Übergang zum Alten Fischerufer, das Lakenmachertor. Ab der Zeit um 1700 wurde auch als weiterer Name die Bezeichnung Stockhausgasse genutzt. Dieser Name ging auf das im Gebäude Nummer 17 befindliche Garnisonstockhaus zurück. Es wurde erstmals 1683 erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt lag etwa die Hälfte der Grundstücke noch wüst. 1727 veranlasste der Gouverneur Leopold I. die anständige Herrichtung der Straße. Ab etwa 1750 hatte sich der neue Name Stockhausgasse völlig durchgesetzt und war bis 1844 in Nutzung, obwohl das Garnisonstockhaus dann bereits nicht mehr bestand. Da an den Nummern 23, 24 eine Volksschule entstanden war, wurde seitdem der heutige Name genutzt. Der Namenszusatz ergab sich als Unterscheidung zur bereits bestehenden, nun als Große Schulstraße bezeichneten Schulstraße im Bereich der heutigen Julius-Bremer-Straße.Ernst Neubauer, Häuserbuch der Stadt Magdeburg 1631–1720, Teil 1, Herausgeber: Historische Kommission für die Provinz Sachsen und für Anhalt, Magdeburg 1931, Seite 407.
Während des Zweiten Weltkriegs kam es zu schweren Schäden an der Bebauung der Straße. Beim Wiederaufbau in der Zeit der DDR blieb die Straße jedoch, anders als viele andere Straßen in der Umgebung, in ihrer Struktur erhalten. Die Straßen, auf die die Kleine Schulstraße einmündete, veränderten sich jedoch deutlich. Aus der westlich verlaufenden Neustädter Straße wurde die Mühlenstraße. Das östlich verlaufende Alte Fischerufer ging in diesem Bereich in dem neu angelegten Schleinufer auf. Auch ein Teil der historischen Gebäudesubstanz blieb auf der Nordseite der Straße bestehen, während auf der Südseite ein moderner Wohnblock mit sechs Eingängen entstand.
(Historische) Häuser der Kleinen Schulstraße Nachfolgend werden die Grundstücke der Kleinen Schulstraße tabellarisch aufgeführt. Dabei werden sowohl die aktuellen Grundstücke als auch ggf. davon abweichende historische Grundstücke benannt. Soweit diese sich überschneiden, sind sie ungefähr räumlich zugeordnet, wobei das jeweils räumlich zuvor beginnende Grundstück oder Element auch zuvor eingeordnet ist. Die historischen Elemente befinden sich so tatsächlich zwischen dem Beginn des vorherigen und des nachherigen heutigen Grundstücks. Aktuelle Adressen sind fett geschrieben, historische Grundstücksnummern mit (alt) gekennzeichnet. Darüber hinaus werden Straßeneinmündungen eingeordnet. Nicht mehr bestehende Straßen sind mit (historisch) gekennzeichnet.