mini|Katholische Kirche St. Rochus in Geldern-Lüllingen St. Rochus in Lüllingen-De Klus, einem Stadtteil von Geldern nordwestlich von Duisburg, ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarrei St. Maria Magdalena (Geldern). Sie steht unter dem Patrozinium des heiligen Rochus und gehört zum Kreisdekanat Kleve im Bistum Münster. Das denkmalgeschützte Gotteshaus ist ein Saalbau und hat 100 Sitzplätze.
Geschichte und Baubeschreibung Die Bauerschaft Lüllingen lag an der alten Landstraße Jülich-Kleve. Der 1926 dort errichtete Seelsorgebezirk wurde 1957 nach der Abtrennung von Walbeck und durch Hinzufügung von Teilbereichen aus Veert und Twisteden zum selbstständigen Pfarrrektorat Lüllingen erhoben.
Die einschiffige Backsteinkapelle in Lüllingen entstand Mitte des 18. Jahrhunderts im barocken Stil. Die Inschrift auf der Steinplatte an der Tür des Gotteshauses „S ROCHE /A 1747 E“ bedeutet „für den heiligen Rochus im Jahre 1747 errichtet“. Nach den Plänen des Architekten Voss (Kevelaer) wurden 1921 ein Querhaus und ein Chor im neuromanischen Stil angebaut. Der hinzugefügte Turm und die Sakristei stammen aus dem Jahr 1964.
St. Rochus (Lüllingen) ist eine Saalkirche mit Querhaus unter einem Kreuzdach. Der eingezogene Chor mit geradem Schluss liegt im Nordosten. Der Eckturm im Norden hat ein Pyramidendach und ist durch Sakristei und Flachdach mit der Kirche verbunden. Das Gotteshaus besteht aus rotem Ziegelmauerwerk und Dächern aus braunen Dachziegeln. Im Innern steht eine 156 cm große farbige Figur des heiligen Rochus aus dem 18. Jahrhundert.
Zu den Gebäuden der Gemeinde gehören das um 1720 gebaute Pfarrhaus sowie das Pfarrheim von 1974. Die Kirche steht mit der Denkmalnummer GE10241 in der Liste der Baudenkmäler in Geldern.
Strukturentwicklungen Am 26. August 2007 fusionierten St. Rochus (Lüllingen) und St. Maria Magdalena sowie fünf weitere Gemeinden der Region Geldern zur neuen Großpfarrei St. Maria Magdalena, sodass St. Rochus seitdem nur noch eine Filialkirche dieser Gemeinde ist.
Am 1. Januar 2024 schlossen sich im Kreisdekanat Kleve die Pfarreien St. Maria Magdalena (Geldern), St. Anna Issum (Sevelen), St. Dionysius (Kerken), St. Martinus (Rheurdt), St. Peter und Paul (Straelen) und St. Marien (Wachtendonk) zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Gelderland“.
Glocken Im Eckturm von St. Rochus hängen die folgenden vier Kirchenglocken aus Bronze:
Glocke 1: Schlagton: a1; Ø 91 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1963 Glocke 2: Schlagton: c2; Ø 75 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1963 Glocke 3: Schlagton: d2; Ø 67 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1963 Glocke 4: Schlagton: e2; Ø 59 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1963.
Orgel St. Rochus in Lüllingen besitzt eine 1964 von der Firma Tetsch & May (Emmerich) gebaute elektronische Orgel.
Literatur Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster. Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Hrsg. Werner Thissen. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5. Margarete Luise Goecke-Seischab, Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.
Weblinks
Website von St. Rochus (Lüllingen) Website vom Kreisdekanat Kleve
Einzelnachweise
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