Die Boiki () ist eine Korvette des Projekt 20380 (Stereguschtschi-Klasse) der russischen Marine.
Geschichte Der Bauauftrag wurde im Juli 2005 an die Sewernaja-Werft in Sankt Petersburg vergeben. Der Stapellauf erfolgte am 15. April 2011, die Indienststellung bei der Baltischen Flotte folgte nach umfangreichen Seeerprobungen am 13. Mai 2013.
Im April 2017 wurden die Boiki und ihr Schwesterschiff Soobrasitelny von der britischen Fregatte HMS Sutherland durch den Ärmelkanal eskortiert. Am 20. März 2021 durchquerte sie zusammen mit den Landungsschiffen Koroljow, Minsk sowie der Kaliningrad den Ärmelkanal ohne Ankündigung. Die beiden Landungsschiffe Kaliningrad und Koroljow liefen das Mittelmeer und später das Schwarze Meer an. Die Boiki und die Minsk kehrten in die Ostsee zurück.
Anfang März 2025 eskortierte die Boiki ein Schiff, das durch Frankreich sanktioniert wurde, durch den Ärmelkanal. Dabei wurde sie für drei Tage von der HMS Somerset eskortiert. Am 21. Juni eskortierte sie zwei Tanker der russischen Schattenflotte durch den Ärmelkanal, dabei soll sie durch Spoofing verfälschte Tracking-Signale (MMSI) gesendet haben und gab sich nicht als Kriegsschiff zu erkennen.
Am 3. Juni 2026 wurde die Boiki in ihrem Heimathafen Kronstadt durch ukrainische Drohnen angegriffen und beschädigt. Ein Vollbrand im Bereich des Brückenaufbaus sowie der umgestürzte Hauptmast legen schwere Schäden nahe.
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Einzelnachweise
Kategorie:Korvette (Russland)