Carl August Weber (geboren 4. Mai 1911 in Frankfurt am Main; gestorben 7. September 1991) war ein deutscher Journalist.

Leben Carl August Weber war ein Sohn des Arztes Ernst Weber und der Hedwig Roller. Er studierte Geschichte und Philologie und arbeitete als Journalist. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 erhielt er ein Berufsverbot und schlug sich als Handelsvertreter durch. Weber floh 1938 nach Frankreich. Nach der deutschen Okkupation Frankreichs 1940 war er zeitweise von der Gestapo inhaftiert. Er wurde von der Wehrmacht als Dolmetscher beschäftigt. Im Zuge der Befreiung Frankreichs 1944 geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Er betätigte sich in der Redaktion der für die deutschen Kriegsgefangenenlager hergestellten Zeitung Der Ruf.

Nach Kriegsende verlegte das Blatt unter gleichem Namen seinen Sitz nach München und erschien dort als erste deutsche Nachkriegswochenzeitung, in der Weber eine Reihe von Artikeln unterbrachte. Er betätigte sich 1946 bis 1948 als Generalsekretär des Schutzverbandes der Schriftsteller und heiratete 1946 Ilse von Baur. Nach der 1947 von der Besatzungsverwaltung verfügten Einstellung des Rufs wurde Weber Mitgründer und Direktor der Französischen Bibliothek in München. Danach war er von 1951 bis 1959 Mitherausgeber und Chefredakteur der Zeitung Deutsche Woche und 1961/62 Herausgeber der Kulturzeitschrift Panorama. Von 1964 bis 1973 gab er die Deutsche Filmkorrespondenz (DFK) heraus. Weber lebte ab 1980 in Onzo in Ligurien.

Schriften (Auswahl)

(Hrsg.): Dichtung der Gegenwart. Frankreich. München: Weismann, 1947 Georg Schwarz, Carl August Weber (Hrsg.): Wir heissen euch hoffen : Schriftsteller zur deutschen Verständigung. München: Weismann, 1951 Blick über die Grenzen. Reportagen in Wort und Bild aus Belgien, Frankreich, Italien, Tschechoslowakei, Ungarn. München, 1955 Moskauer Tage : Ein politischpersönliches Mosaik. Speyer: Dobbeck, 1956 Zum Fortschritt verurteilt. Donauwörth: Auer, 1975 Die Vertreibung aus dem Paradies. Erzählungen. Übersetzungen François Mauriac: Fleisch und Blut : Roman. Übersetzung Carl August Weber. Hamburg: Rowohlt, 1955

Literatur Weber, Carl August, in: Werner Röder; Herbert A. Strauss (Hrsg.): International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945. Band 2,2. München: Saur, 1983, S. 1211

Weblinks

Weber, Carl August (1911-1955), Schriften, bei Deutsches Literaturarchiv Marbach Alternative Medien, in: Arno Peters (Hrsg.): Periodikum für wissenschaftlichen Sozialismus, 1960 [über Webers Herausgebertätigkeit]

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