Marx-Familie ist ein Dokumentarkurzfilm von Helke Misselwitz von 1983, der erst 1988 gezeigt wurde.
Inhalt Der Film berichtet über das Leben der Familie von Karl Marx in London in den Jahren 1850 bis 1856. Es werden historische Auszüge aus den Tagebüchern von Jenny und Karl Marx vorgelesen, in denen sie über das wirtschaftlich schwierige Leben und den Tod mehrerer Kinder berichten. Außerdem werden einige historische Fotos der Familie und andere aus der Zeit gezeigt, wobei Karl Marx erst ganz zum Schluss einmal zu sehen ist. Dazu werden Aufnahmen aus einem leerstehenden Altbauhaus in Ost-Berlin gezeigt, das zum Abriss vorgesehen ist, ohne dass es einen erkennbaren inhaltlichen Bezug zu der Familie gibt.Reinhild Steingröve, Reimagining Women, in: Kyle Frackmann, Kaye Stewart (eds.), Gender and Sexuality in East German Film, Rochester 2018, pp. 217–221, mit ausführlicher Inhaltsbeschreibung und zwei Fotos
Hintergründe Die junge freiberufliche Dokumentarfilmerin Helke Misselwitz wurde gebeten, für ein Sammelprogramm der DEFA-Kinobox anlässlich des 100. Todestages von Karl Marx 1883 einen Beitrag über diese wirtschaftlich schwierige Lebensphase zu machen.Presentación: Marx family Film Festival Mar del Plata 2021, mit kurzen Angaben von Helke Misselwitz zur Geschichte dieses Films Sie fokussierte sich auf das private Leben der Familie und bemühte sich, der Heroisierung des Übervaters durch ungewöhnliche Gestaltungsformen entgegenzuwirken.Steingröver, 2018, S. 218, verwendet den Begriff Übervater Sie drehte mit einer Parvo L-Kamera mit Kurbeltechnik und arbeitete mit ungewöhnlichen Filmschnitten.Alltagspoesie Goethe Institut Buenos Aires 2026, zu der Aufführung des Films Der Film wurde wie die anderen drei Kurzfilme des Sammelprogramms von den Verantwortlichen nicht zugelassen und erst 1988 in einer späteren Ausgabe der Kinobox aufgeführt.
2018 wurde er im Berliner Kino Arsenal wieder gezeigtDie DEFA-Stiftung präsentiert im Kino Arsenal: 200. Geburtstag von Karl Marx DEFA-Stiftung, zum 5. Februar 2018, mit drei weiteren Filmen , 2020 beim Filmfest DresdenFilmfest Dresden. Regisseurinnen aus der DDR DEFA-Stiftung, 2020 , 2021 beim Internationalen Filmfestival in Mar del Plata in Argentinien, 2023 beim Filmfestival PlayDoc in Tui in SpanienMarx-Familie PlayDoc 2023 und 2026 in Buenos Aires durch das Goethe-Institut, (die letzten drei bei Retrospektiven zum Werk der Regisseurin).
Weblinks Marx-Familie Filmportal DEFA-Kinobox 1988/61 DEFA-Stiftung, mit Foto Marx family dafilm, mit Fotos
Einzelnachweise
Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Kurzfilm Kategorie:Filmtitel 1988 Kategorie:Werk über Karl Marx Kategorie:DDR-Film Kategorie:Film (London) Kategorie:Geschichte Londons (19. Jahrhundert)