thumb|Ehemaliges Amtsgerichtsgebäude Das Amtsgericht Weinsberg war ein württembergisches Amtsgericht mit Sitz in Weinsberg.

Geschichte Im Königreich Württemberg wurde 1819 die Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung umgesetzt und in jedem Oberamt ein Oberamtsgericht gebildet. Entsprechend war Weinsberg Sitz des Oberamtes Weinsberg für die Verwaltung und des Oberamtsgerichtes Weinsberg für die Rechtsprechung. Im Rahmen der Reichsjustizgesetze wurden 1879 reichsweit Amtsgerichte gebildet. Das Oberamtsgericht Weinsberg wurde aufgehoben und das Amtsgericht Weinsberg neu gebildet. Es war dem Landgericht Heilbronn zugeordnet. Im Jahr 1880 hatte es 24.817 Gerichtseingesessene und drei Richterstellen.Carl Pfafferoth: Jahrbuch der deutschen Gerichtsverfassung 1880, S. 467, Digitalisat.

Zum 1. Oktober 1926 wurde das Amtsgericht Weinsberg aufgelöst.Gerhard Harriehausen: Das Landgericht Heilbronn, Digitalisat. Das Oberamt Weinsberg war bereits sechs Monate zuvor aufgelöst worden.

Amtsgerichtsgebäude Das Amtsgericht nutzte das Oberamts-Gerichtsgebäude (Öhringer Straße 2). Der dreigeschossige, verputzte Bau mit Walmdach, Sockel und Erdgeschoss in Sandstein, abgerundeter Ecke wurde 1837 als Wohnhaus (Sektkellerei) Mall errichtet. Ab 1855 wurde das Gebäude als Oberamtsgericht, ab 1879 als Amtsgerichtsgebäude genutzt. Es steht unter Denkmalschutz.

Siehe auch Liste der Kulturdenkmale in Weinsberg

Einzelnachweise

Kategorie:Organisation (Weinsberg) Weinsberg Kategorie:Gerichtsgründung 1879 Kategorie:Aufgelöst 1926