mini|Moldauischer Chronist Grigore Ureche abgebildet auf einer Briefmarke aus Republik Moldau.
Grigore Ureche (geb. 1590 in Moldau; gest. 1647 in Goești, Moldau) war der erste bedeutende moldauische Chronist, dessen Werk erhalten geblieben ist. Als Sohn des großen Vornic Nestor Ureche erhielt er eine angesehene Ausbildung in Polen, wo er Geisteswissenschaften, klassische Sprachen und Geschichte studierte. Nach seiner Rückkehr nach Moldau verfolgte er eine bedeutende politische Karriere und erreichte unter der Herrschaft von Vasile Lupu den Rang eines großen Vornic von Țara de Joș (d. h. Niederland auf Deutsch, eine Region des ehemaligen Fürstentums Moldau). Er gilt als der erste große rumänische Chronist.
Sein grundlegendes Werk, „Letopisețul Țărâi Moldovei“ („Chronik der Moldau“ auf Deutsch), stellt den Beginn der Geschichtsschreibung in rumänischer Sprache dar und schildert die Ereignisse zwischen 1359 und 1594. Obwohl der Originaltext verloren gegangen ist und nur durch von anderen Schreibern eingefügte Kopien erhalten bleibt, bleibt das Werk ein wesentliches Dokument. Ureche ist der erste Autor, der mit historischen Argumenten die Einheit der Nation und den lateinischen Ursprung der Rumänen untermauerte und der Nachwelt den berühmt gewordenen Satz hinterließ: „de la Râm ne tragem“ („Wir kommen aus Râm“).Râm ist eine archaische Form des Wortes Rom in der rumänischen Sprache. Sein Werk „Chronik der Moldau“ gilt als ein Denkmal der rumänischen Geschichtsschreibung. Er ist außerdem der rumänische Chronist aus Moldau, der den ersten säkularen geschichtswissenschaftlichen Ansatz in rumänischer Sprache verfolgte.
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