Festung Suceava ( oder Cetatea de Scaun a Sucevei) ist eine restaurierte mittelalterliche Festung der Stadt Suceava, dem Sitz des Kreises Suceava in der südlichen Bukowina, im Nordosten Rumäniens. Die Festung ist eine Touristenattraktion der Stadt und der gesamten Region Bukowina. Die Burg diente im Mittelalter als königlicher Sitz der moldauischen Fürsten ( oder Domni). Sie wurde im Rahmen eines von der Europäischen Union (EU) finanzierten REGIO-Programms weiter restauriert. Die Festung ist im Verzeichnis der historischen Denkmäler des rumänischen Kulturministerium eingetragen und steht unter Denkmalschutz.
Geschichte
Die Burg wurde im späten 14. Jahrhundert unter der Herrschaft von Petru Mușat erbaut. Später wurde sie unter Alexandru cel Bun (Alexander der Gute) und Ștefan cel Mare (Ștefan der Große) weiter befestigt. Im Spätmittelalter war die Burg Teil eines Systems mittelalterlicher Festungen, die von den moldauischen Herrschern errichtet wurden, um der expansionistischen Bedrohung durch das Osmanische Reich zu widerstehen. Während der Jahre 1388 und 1565 in denen Suceava Hauptstadt der Moldau war, diente die Burg auch als fürstliche Residenz.
Alexandru Lăpușneanu verlegte daraufhin 1565 die Hauptstadt nach Iași und so verlor die Burg ihren Status und geriet infolgedessen in Verfall. Obwohl sie nie erobert wurde, unabhängig woher Eindringlinge kamen, wurde die Burg im 17. Jh. von Dumitrașcu Cantacuzino zerstört. Nach ihrer Zerstörung blieb sie etwa 300 Jahre lang verlassen.
Nachdem das nördliche Hochland des Fürstentums Moldau im späten 18. Jahrhundert im Zuge des Vertrags von Küçük Kaynarca von der Habsburgermonarchie annektiert wurde und fortan als „Bukowina“ (Buchenland) bekannt war, wurde die Burg schließlich vom österreichischen Architekten Karl Romstorfer restauriert. Die Wehrmauern wurden wieder aufbaut und im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert auch der Bergfried.
In den 1960er Jahren während der Sozialistischen Republik Rumänien (RSR) wurden an der Burg Suceava umfangreiche Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten durchgeführt.
2015 begannen die Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten an der Fürstenzitadelle von Suceava mit Mitteln der Europäischen Union. Die Zugangswege vom Stadtzentrum Suceavas wurden fertiggestellt und erleichtern Fußgängern den Zugang. Die Arbeiten sollen 2026 abgeschlossen werden.
Siehe auch Katholische Kathedrale von Baia, ein weiteres bedeutendes mittelalterliches Kulturdenkmal im Kreis Suceava Kloster Suceava, eine weitere bedeutende kulturelle Sehenswürdigkeit der Stadt Suceava, die zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde Burg Neamț in der Stadt Târgu Neamț, Kreis Neamț eine weitere bedeutende mittelalterliche Festung in der westlichen Moldau
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Einzelnachweise
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