Novo Progresso ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Pará in der Nordregion des Landes. Sie liegt im Südwesten des Bundesstaates an der BR-163 zwischen Itaituba und der Grenze zu Mato Grosso und gehört zur Região Geográfica Imediata de Itaituba. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf 37.054 geschätzt.
Geografie und Klima Novo Progresso liegt im Südwesten Parás auf einer Höhe von etwa 235 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 38.162,004 Quadratkilometer und gehört damit zu den flächenmäßig großen Munizipien Brasiliens. Um die Abholzung des Amazonas zu stoppen, wurden mehrere Naturschutzgebiete auf dem Gemeindegebiet geschaffen.
Das Gemeindegebiet liegt im südlichen Amazonasraum und wird durch tropische Wälder, Flusssysteme, landwirtschaftliche Flächen, Schutzgebiete und Siedlungsachsen entlang der BR-163 geprägt. Die Bundesstraße Cuiabá–Santarém ist die wichtigste Verkehrsachse des Município und verbindet Novo Progresso mit den Agrar- und Holzregionen im Norden Mato Grossos sowie mit dem Tapajós-Gebiet um Itaituba und Santarém. Das Klima ist tropisch-feucht mit hohen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit und einer ausgeprägten Regenzeit.
Geschichte Die Entstehung von Novo Progresso ist eng mit dem Bau der Rodovia Santarém–Cuiabá, der heutigen BR-163, verbunden. Nach Angaben des IBGE entstand der Ort, nachdem die Straße 1973 durch den südwestlichen Amazonasraum geführt worden war. 1983 bestand bereits ein kleiner Ort mit einer Kirche und einem Fußballfeld.
Der wirtschaftliche Aufschwung setzte 1984 ein, als in der Region eine größere Goldlagerstätte entdeckt wurde. Der Fund zog zahlreiche Menschen in den Ort, der damals noch Progresso hieß. In dieser Phase wurden Grundstücke verkauft, erste Handelsbetriebe eingerichtet und Versorgungsstrukturen für Busreisende, Goldsucher und Siedler geschaffen. Viele Siedler aus dem Süden und Südosten Brasiliens kamen an, rodeten Land und bauten landwirtschaftliche Betriebe auf.
Administrativ gehörte Novo Progresso zunächst zum Município Itaituba. Durch ein Staatsgesetz vom 13. Dezember 1991 wurde Novo Progresso aus Itaituba ausgegliedert und als eigenständiges Município geschaffen. Die Installation erfolgte am 1. Januar 1993. Seitdem besteht die Gemeinde aus dem gleichnamigen Hauptdistrikt.
Demografie Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf 37.054 Personen geschätzt.
JahrEinwohner19915.604200024.948201025.124202233.638Volkszählungen
Wirtschaft Die Wirtschaft von Novo Progresso wurde seit der Gründungsphase durch Goldsuche, Holzwirtschaft, Handel, Landwirtschaft und Viehzucht geprägt. Die Lage an der BR-163 begünstigte den Transport von Holz, landwirtschaftlichen Produkten, Vieh und Versorgungsgütern und machte den Ort zu einem wichtigen Stützpunkt der südwestlichen Erschließungsfront Parás.
Religion Die Bevölkerung ist überwiegend christlich geprägt. Novo Progresso gehört zur römisch-katholischen Territorialprälatur Itaituba. Im Hauptort befindet sich die Paróquia Sagrada Família. Daneben bestehen evangelikale Gemeinden, Pfingstkirchen und weitere christliche Gemeinschaften.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Pará Kategorie:Município in Pará Kategorie:Gemeindegründung 1991