Der Bronzemistelfresser (Dicaeum aeneum) ist eine Vogelart aus der Familie der Mistelfresser (Dicaeidae).
Der Vogel ist endemisch auf den Salomonen.
Das Verbreitungsgebiet umfasst tropischen oder subtropischen Wald aller Art, auch Mangrovenwald und feuchten Bergwald.
Der Artzusatz kommt von .
Merkmale Der Vogel ist etwa 8 cm groß und wiegt zwischen 7 und 9 g. Das Männchen ist (in der Nominatform) an Kopfkappe und Oberseite einschließlich der Flügel schiefergrau mit metallisch blauem Glanz, die Kopfseiten sind grau, der Schwanz ist schwarz. Die obere Kehle ist weißlich, seitlich wie die Brust grau mit hell scharlachrotem Brustfleck. Die Flanken sind zitronengelb bis olivfarben, die Unterseite dunkelgrau, in Richtung Unterschwanzdecken in cremeweiß übergehend. Die Iris ist (dunkel) braun, Schnabel und Füße schwarz.
Beim Weibchen fehlt der rote Brustfleck, die Flanken sind oliv gefärbt, dazu kommt ein weißer Streifen oberhalb der Zügel und unterhalb des Kinnstreifes; Kehlmitte, Brust und Bauch sind cremefarben.
Jungvögel haben noch keinen Glanz an der Oberseite, auch ist die Kehle grauer als beim Weibchen.
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt: Dicaeum aeneum aeneum , 1853, Nominatform – Nördliche und zentrale Salomonen Dicaeum aeneum becki , 1929E. J. O. Hartert: Dicaeum aeneum becki. In: American Museum Novitates, Nummer 364, S. 9, 1929, Digitallibrary – Guadalcanal, Männchen grünlich glänzend, nicht blau Dicaeum aeneum malaitae , 1960F. Salomonsen: Dicaeum aeneum malaitae. In: American Museum Novitates, Nummer 2016, S. 34, 1960, Digitallibrary – Malaita in den östlichen Salomonen, Männchen mit nur angedeutetem blauen Schimmer, schiefergraue Unterseite etwas blasser, deutlich dünnerer und längerer Schnabel; genetisch relativ unterschieden von den anderen Unterarten.
Stimme Der Gesang wird als schnelles „tik-tik-tik-tik“, als kurze, hohe Quäklaute beschrieben, auch als sehr hohes „sweet sweet“, außerdem als Zwitschern wie knackende Zweige, als leises, spritzendes oder zischendes Geräusch.
Lebensweise Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten und Früchten, die meist im Kronenbereich, aber auch in mittleren Etagen sowie im Unterwuchs gesucht werden. Jagd gern aus dem Schwebeflug heraus, meist paarweise oder in Familiengruppen.
Die Brutzeit dürfte vom Juli bis November reichen. Das Nest aus Gras und dünnem pflanzlichem Material ist oval mit seitlichem Eingang und wird an einen Zweig oder horizontalen Ast gehängt, wenig versteckt 1–2 m über dem Boden. Beide Elternvögel füttern die Küken.
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).
Literatur J. Pucheran: Dicaeum aeneum. In: Voyage au Pole Sud et dans l'Océanie sur les corvettes l'Astrolabe et la Zélée; exécuté par ordre du Roi pendant les années 1837-1838-1839-1840 (etc.), Zoologie, Band 3, Oiseaux, S. 97, 1853, Biodiversity Library
Weblinks
Macaulay Library
Einzelnachweise P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF R. A. Cheke und C. Mann: Midget Flowerpecker (Dicaeum aeneum), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. [https://doi.org/10.2173/bow.midflo1.01 Dicaeum aeneum] J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 IOC World Bird List 15.2 Dippers, leafbirds, flowerpeckers, sunbirds J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Version 2025. Abgerufen am 23. Januar 2026
Kategorie:Mistelfresser Kategorie:Endemischer Vogel der Salomon-Inseln