Otto Friedrich Karl von Hoffmann (* 3. Juli 1856 in Berlin; † 9. Dezember 1915 ebenda) war ein preußischer Generalleutnant.

Leben Herkunft Otto war der Sohn des gleichnamigen preußischen Generalleutnants Otto von Hoffmann (1816–1900) und dessen Ehefrau Karoline, aus der II. Linie der Familie von Hoffmann (1818–1894).

Militärkarriere Nach dem Besuch des Kadettenkorps wurde Hoffmann am 23. April 1874 als Sekondeleutnant dem Grenadier-Regiment „König Friedrich III.“ (2. Schlesisches) Nr. 11 der Preußischen Armee überwiesen. Er nahm am 15. Mai 1877 seinen erbetenen Abschied, trat aber bereits am 11. Dezember 1877 wieder in die Armee ein und wurde im Ostpreußischen Dragoner-Regiment Nr. 10 in Metz angestellt. 1881/84 absolvierte Hoffmann die Kriegsakademie in Berlin und avancierte Mitte Juni 1884 zum Premierleutnant. Zur weiteren Ausbildung besuchte er 1885/87 das Militärreitinstitut Hannover. Ende März 1887 wurde er in das Braunschweigische Husaren-Regiment Nr. 17 versetzt, stieg Ende Mai 1889 zum Rittmeister auf und war ab Ende September des Jahres Chef der 4. Eskadron.

Unter Überweisung zum Generalstab der 9. Division erfolgte Mitte Juli 1893 seine Versetzung als Hauptmann in den Generalstab der Armee. Im Juni 1895 trat Hoffmann in den Generalstab des V. Armee-Korps über und avancierte Mitte September 1895 zum Major. Mit der Ernennung zum etatmäßigen Stabsoffizier im Oldenburgischen Dragoner-Regiment Nr. 19 trat er am 18. Oktober 1898 in den Truppendienst zurück. Ab dem 23. März 1901 war er mit der Führung des 1. Großherzoglich Mecklenburgischen Dragoner-Regiments Nr. 17 beauftragt und erhielt in dieser Eigenschaft die Erlaubnis zur Annahme des Ehrenkomturkreuzes des Oldenburgischen Haus- und Verdienstordens des Herzogs Peter Friedrich Ludwig.Militär-Wochenblatt. Nr. 63 vom 20. Juli 1901, S. 1650. Nachdem man ihn am 22. März 1902 zunächst mit der Führung des Oldenburgischen Dragoner-Regiments Nr. 19 beauftragt hatte, wurde er einen Monat später unter Beförderung zum Oberstleutnant zum Regimentskommandeur ernannt. In dieser Funktion Mitte März 1905 zum Oberst befördert, wurde Hoffmann am 13. September mit Wirkung zum 1. Oktober 1906 mit der Führung der neu gebildeten 41. Kavallerie-Brigade in Thorn beauftragt sowie am 27. Januar des Folgejahres zum Kommandeur ernannt. Er wurde am 18. September 1908 mit dem Kronen-Orden II. Klasse ausgezeichnet und am 27. Januar 1909 zum Generalmajor befördert.Militär-Wochenblatt. Nr. 132 vom 24. Oktober 1908, S. 3076. Unter Ernennung zum Inspekteur der 2. Kavallerie-Inspektion in Stettin erfolgte am 27. Januar 1912 seine Beförderung zum Generalleutnant.Militär-Wochenblatt. Nr. 14/15 vom 27. Januar 1912, S. 281. In Genehmigung seines Abschiedsgesuches wurde Hoffmann am 17. Februar 1913 mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt und Wilhelm II. verlieh ihm die Königliche Krone zum Roten Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub und Stern.Militär-Wochenblatt. Nr. 23 vom 18. Februar 1913, S. 477.Militär-Wochenblatt. Nr. 30 vom 6. März 1913, S. 665.

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde Hoffmann als z.D.-Offizier wiederverwendet und erhielt das Kommando über die 43. Reserve-Division an der Westfront. Während der Schlacht an der Yser wurde er krankheitsbedingt abgelöst, seine Mobilmachungsbestimmung am 25. Oktober 1914 aufgehoben und er für sein Wirken mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.

Er war Herr auf Ober-Röversdorf und seit dem 24. Juni 1908 Rechtsritter des Johanniterordens.

Familie Hoffmann hatte sich am 22. Oktober 1879 in Dresden mit Paula von Zglinitzki (1860–1920) verheiratet. Aus der Ehe gingen die Kinder Wilhelmine (* 1880), Paula (* 1882), Otto (1884–1915) sowie die 1888 geborenen Zwillinge Karoline und Luise hervor.

Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1907. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 316. Digitalisat [Maximilian] von Koenig: Die Chefs und Offiziere des 2. Schlesischen Infanterie-Regiments, jetzigen Grenadier-Regiments König Friedrich III. (2. Schles.) Nr. 11. 1808–1908. Verlag Wilhelm Korn, Breslau 1908, S. 142–143. Christian Zweng: Die Preußischen Generale 1866–1920. Band 7: Hag–Hy. Institut für deutsche Phaleristik und Militärgeschichte, Osnabrück 2014, ISBN 978-3-95868-018-0, S. 15–17.

Einzelnachweise

Kategorie:Generalleutnant (Königreich Preußen) Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Rechtsritter (Johanniterorden) Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse Kategorie:Ritter des Ordens Heinrichs des Löwen Kategorie:Ehrenkreuz des Greifenordens Kategorie:Komtur des Oldenburgischen Haus- und Verdienstordens des Herzogs Peter Friedrich Ludwig Kategorie:Träger des Albrechts-Ordens (Ritter 1. Klasse) Kategorie:Träger des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens (Komtur II. Klasse) Kategorie:Träger des Ordens von Oranien-Nassau (Kommandeur) Kategorie:Träger des Sankt-Stanislausordens (Russland) Kategorie:Absolvent der Preußischen Kriegsakademie Kategorie:Kavallerist (Preußen) Kategorie:Adliger Kategorie:Preuße Kategorie:Geboren 1856 Kategorie:Gestorben 1915 Kategorie:Mann