Bei den Interfronten handelte es sich (als Gegenstück zu den Volksfronten, die sich für die Unabhängigkeit ihrer Republiken von der Sowjetunion einsetzten) um Bewegungen und Organisationen (z. B. die Internationale Front der Werktätigen der Lettischen SSR oder die estnische Interbewegung), die sich in den Zeiten von Glasnost und Perestroika für einen Verbleib der Republiken in der UdSSR einsetzten und oft von Angehörigen der russischen Minderheit (wie Tatjana Ždanoka) und von konservativen KPdSU-Mitgliedern wie Alfrēds Rubiks getragen wurden. Wichtige Zentren waren die drei baltischen Sowjetrepubliken, da hier die Unabhängigkeitsbewegungen wie die Latvijas Tautas Fronte, die Rahvarinne oder die Organisation Sąjūdis auf große Resonanz in der Bevölkerung stießen. Daneben existierten wichtige Interfronten auch in Moldawien (Transnistrien und Gagausien) und der Ukraine.
Siehe auch Jedinstwo Gagauz Halkı Interfront in Gagausien
Einzelnachweise
Kategorie:Zerfall der Sowjetunion Kategorie:Soziale Bewegung