Der Papuamistelfresser (Dicaeum pectorale) ist eine Vogelart aus der Familie der Mistelfresser (Dicaeidae).

Der Vogel kommt im äußersten Westen Neuguineas und auf den angrenzenden Inseln vor.

Die Art wurde früher als konspezifisch mit dem Rotkappen-Mistelfresser (Dicaeum geelvinkianum) und/oder dem Louisiadenmistelfresser (Dicaeum nitidum) angesehen.B. J. Coates und William S. Peckover: Birds of New Guinea and the Bismarck Archipelago: a photographic guide, 2001, ISBN 095902574X

Das Verbreitungsgebiet umfasst Wälder und Sekundärwald von Meereshöhe bis zu 1500, selten 2350 m. ü. M.

Der Artzusatz kommt von .

Merkmale Der Vogel ist etwa 9 cm groß und wiegt 7–8 g. Das Männchen ist oliv vom Kopf bis zur Oberseite, am Bürzel gelblich. Die Kopfseiten sind grauer, die Kehle weiß. Die Brust ziert ein großer scharlachroter Fleck, Bauchmitte und Unterschwanzdecken sind gelblich oder weißlich, die übrige Unterseite grau. Die Iris ist braun, Schnabel und Beine sind dunkelbraun oder schwarz. Das Weibchen hat keinen roten Brustfleck, Jungvögel sind mehr olivfarben und an der Unterseite weniger grau.

Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt: D. p. pectorale , 1843, Nominatform – Nordwesten Neuguineas und auf Waigeo, Batanta, Salawati, und Misool D. p. ignotus , 1964G. F. Mees: Dicaeum pectorale ignotum. In: Zoologische Mededelingen uitgegeven door het Rijksmuseum van Natuurlijke Historie te Leiden, Band 40, S. 128, 1964, Repository naturalis – Gebe Insel, Oberseite mit mehr oliv, Unterseite und Unterschwanzdecken blasser und weniger gelblich, Flügel und Schnabel etwas größer

Stimme Der Gesang wird als kurzes, insektenartiges Summen beschrieben, auch als hohen einzelnen, ansteigenden Laut „chew“, rasch wiederholt.

Lebensweise Die Nahrung besteht hauptsächlich aus schalenlosen Früchten, auch Feigen (Ficus) und wohl auch Loranthus aus der Familie der Riemenblumengewächse (Loranthaceae). Hinzu können Spinnentiere kommen. Gesucht wird im Wipfelbereich, einzeln oder paarweise.

Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur S. Müller: Dicaeum pectorale. In: Verhandelingen over de natuurlijke geschiedenis der Nederlandsche overzeesche bezittingen, Zoologie, S. 162, 1843, Biodiversity Library

Weblinks

Macaulay Library

Einzelnachweise P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF R. A. Cheke und C. Mann: Olive-crowned Flowerpecker (Dicaeum pectorale), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Dicaeum pectorale J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 IOC World Bird List 15.2 Dippers, leafbirds, flowerpeckers, sunbirds J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Version 2025. Abgerufen am 23. Januar 2026

Kategorie:Mistelfresser Kategorie:Endemisches Tier Neuguineas