Saga (offiziell SAGA, laut ESA eine Abkürzung von Security And cryptoGrAphic mission) ist ein europäisches Projekt zur Erprobung von Quantenschlüsselverteilung (engl. , QKD) im Weltraum. Im Rahmen dieses Projekts entwickelt die Europäische Weltraumorganisation (ESA) einen Technologieerprobungssatelliten, der als weltraumgestütztes Segment in die europäische Quantenkommunikationsinfrastruktur EuroQCI integriert werden. Hauptauftragnehmer ist Thales Alenia Space.

Hintergrund und Entwicklung Das Projekt wird über das ARTES-Programm (Advanced Research in Telecommunications Systems) der ESA finanziert. Die erste Konzeptphase (Phase A) begleitete das Austrian Institute of Technology.

Im Oktober 2025 vergab die ESA den Hauptauftrag für die darauffolgende Entwicklungsphase (Phase B2) an Thales Alenia Space. Das Vertragsvolumen liegt bei rund 50 Millionen Euro. Thales Alenia Space koordiniert ein industrielles Konsortium; unter anderem liefert das italienische Unternehmen ThinkQuantum (eine Tochtergesellschaft von Officina Stellare) Komponenten für die optische Quantennutzlast.

Missionsziele und Technik Saga soll die Reichweitenbeschränkung terrestrischer Glasfasernetze überwinden, bei denen quantenverschlüsselte Signale durch Leitungsverluste physikalisch auf kurze Distanzen limitiert sind.

Nach Angaben der ESA richtet sich Saga an staatliche und institutionelle Nutzer. Die Technik wird speziell für die Übertragung von Verschlusssachen optimiert. Politisch begründen die beteiligten Institutionen das Projekt mit dem Ziel, die europäische Eigenständigkeit im Bereich der Cybersicherheit zu erhöhen.

Einzelnachweise

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