Die Kolibri-Pistole ist eine halbautomatische Handfeuerwaffe, die in Österreich (ursprünglich im Österreichisch-Ungarischen Kaiserreich) von Georg Grabner und Franz Pfannl entworfen und hergestellt wurde.

Design und Entwicklung Basierend auf Franz Pfannls Pistole „Erika“ wurde die Pistole „Kolibri“ im Jahr 1914 eingeführt, da Georg Grabner eine persönliche Verteidigungswaffe für Frauen schaffen wollte. Obwohl Grabner als Schöpfer der Kolibri gilt, handelte es sich tatsächlich um Pfannls eigenes Design. Die Pistole wurde in zwei Kalibern angeboten – 2,7 mm und 3 mm –, wobei beide Versionen mit einem glatten Lauf, einer Sicherung auf der linken Waffenseite und einem beweglichen Verschlusssystem gefertigt wurden. Die Ausführung im Kaliber 3 mm war nicht nur seltener, sondern verfügte auch über einen etwas kürzeren Lauf als ihre 2,7-mm-Variante; der Unterschied war jedoch minimal.

Die Kolibri-Pistole gilt als die kleinste halbautomatische Pistole der Welt; das Guinness-Buch der Rekorde erkennt jedoch die von dem Argentinier Carlos Alberto Balbiani gefertigte Pistole als die kleinste Pistole der Welt und die Swiss Mini Gun C1ST als den kleinsten Revolver der Welt an – wenngleich Balbianis Pistole über keine halbautomatische Funktion verfügt und grundlegende Unterschiede zwischen Revolvern und halbautomatischen Pistolen bestehen.

Einzelnachweise

Kategorie:Selbstladepistole