mini|Wolfgang Plagge (2016) Wolfgang Antoine Marie Plagge (* 23. August 1960 in Oslo) ist ein norwegischer Pianist, Komponist und Musikpädagoge.
Leben Plagge wuchs in Oslo als Sohn niederländischer Eltern auf und begann im Alter von vier Jahren Klavier zu spielen. Er gewann 1970 einen Talentwettbewerb im britischen Fernsehen und im darauffolgenden Jahr die Jugend-Klavier-Meisterschaft in Oslo und debütierte zwölfjährig mit einem eigenen Klavierabend in der Aula der Universität Oslo in Anwesenheit des Königs Olav V.
Während seiner Jugendzeit studierte er Klavier bei Reimar Riefling und Jens Harald Bratlie sowie Musiktheorie bei Øistein Sommerfeldt und Johan Kvandal. Ab 1980 studierte er an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg Klavier bei Jewgeni Koroljow und Komposition bei György Ligeti. Nach dem Abschluss 1986 konzertierte er als Solist mit Orchestern in Norwegen und im Ausland und arbeitete mit namhaften Musikern wie Ole Edvard Antonsen, Jens Harald Bratlie, Alexander Dmitrijew, Philippe Entremont, Lutz Herbig, Piotr Janowski, Jewgeni Koroljow, Solveig Kringlebotn, Truls Mørk, Robert Rønnes, Leif Segerstam, Randi Stene, Roberto Szidon, Lars Anders Tomter und Frøydis Ree Wekre zusammen.
Ab 1991 unterrichtete Plagge an der Norwegischen Musikhochschule, wo er ab 2009 eine Professur innehatte. Von 2001 bis 2016 war er Professor für Musik an der Nord Universität. Außerdem ist er seit 2010 künstlerischer Leiter des Sunnmøre Kammermusikkfestival und war von 2012 bis 2014 künstlerischer Leiter des Hardanger Musikkfest.
Seine ersten Kompositionen veröffentlichte Plagge im Alter von zwölf Jahren. Sein kompositorisches Werk umfasst u. a. vierzehn Klavier-, zwei Orgel-, fünf Violinsonaten und eine Cellosonate, zwei Klavier- und zwei Violinkonzerte, ein Trompetenkonzert, eine Sinfonie, kammermusikalische und Vokalwerke, eine Kammeroper (Knappestøperen nach Henrik Ibsen), drei Oratorien und Filmmusiken. 1996 wählte ihn das Trondheim Symfoniorkester. zum Komponisten des Jahres. 2001 erhielt er einen Preis der ASCAP, 2011 den Kompositionspreis des Oslo Grieg Festival und 2020 das Ritterkreuz in Gold des Ungarischen Verdienstordens. Seine Kompositionen wurden auf mehr als 30 CDs aufgenommen, daneben spielte er weitere Alben als Solopianist und Kammermusiker ein.
Werke Musikk for to klaverer, 1982–88 Horn Sonata I „A Litany for the 21st Century“ für Horn und Klavier, 1988–89 Konsert for horn og orkester, 1990 Konsert for fiolin og orkester, 1990–91 Solarljod für Sopran und Klavier, 1992–2001 Concerto Grosso I für Fagott, Klavier und Orchester, 1995/97 Concerto Grosso II für zwei Klaviere, Blechbläserquintett und Pauke, 1996–2001 Liknarbraut (Nådens veg), Chorkantate, 1999–2000 Sonate for trompet og klaver, 1999–2000 Blücher, Trio für Flöte, Fagott und Klavier, 2000 Reflections, 6 Klavierstücke, inspiriert von Beethovens Bagatellen op. 126 und op. 113, 2001 Liber Squentiarum Nidrosiensis, Sequenz für Stimme und Trompete, 2001 Violin Sonata IV für Violine und Klavier, 2001 In Arduis, Klaviersonate, UA 2021
Quellen Norsk Biografisk Leksikon: Wolfgang Plagge Store Norske Leksikon: Wolfgang Plagge MIC: Plagge, Wolfgang Kode: Meet the artist: Wolfgang Plagge
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